1. Widerstand gegen ein falsches, verkürztes Gottesbild:
In den Schriften wird Gott überwiegend männlich dargestellt und verstanden, aber selbst dort gibt es weibliche Züge: Sie sind allerdings in der Wirkungsgeschichte untergegangen. Wir brauchen Bilder, Vorstellungen, Namen von Gott, die Gott nicht an ein Geschlecht binden und das Mysterium intakt lassen: Das Heilige, das Unnennbare, Ganzheitliche, Nahe, Liebevolle, das Du, auf das ich mich verlassen kann...
2. Aufmerksamkeit für weibliche Erscheinungsformen des Göttlichen:
Die sophia als Frau Weisheit, die schekina als Gottes Anwesenheit, die ruah als Gottes Atem, Gottes Geist, die thora als Gottes Weisung ...
3. Gott ist kein statischer, sondern ein dynamischer Gott:
Quelle von Unruhe und schöpferischem Chaos, insofern diese hinführen zur Umgestaltung des Bestehenden, wenn dieses halb und beschränkt ist und nach Ergänzung verlangt; wenn dieses verhärtet ist und nach Erneuerung verlangt; wenn dieses ein schlummerndes und ungewecktes Potential ist und darauf wartet, daß es wachgerufen wird, sich zu entfalten, sich zu aktualisieren. Der Nachdruck liegt also mehr auf der Immanenz Gottes als auf der Transzendenz, insofern wir glauben, daß unser Sein eine Teilhabe an Gottes Sein ist in einer geschenkten und angenommenen Gegenseitigkeit.
4. Die Verschiedenheit im Ausdruck Gottes (Trinität) kann das überwiegend maskuline Bild durchkreuzen:
Jesus Christus als Symbol für unsere radikale Gleichwertigkeit als
Schwester und Bruder ohne väterliche (patriarchale) Dominanz; der
Heilige Geist, die ruah als weibliche Gestalt, die Verbindung schafft
und Einheit und Beziehung...
Num 11,11-13. 16; Ps 34,9; Ps 131,1-2; Jes 49,15; Hos 11,4; Joh 6,54-55; 7,37f. |
Fähigkeiten und Tätigkeiten, die nach damaligem jüdischen Geschlechtsrollenverständnis eindeutig weiblich waren. Gen 3,21, Hiob 10,10-12; 38,8-11; Weish 16,20-21; Jes 46,3-4; 66,11; Ez 36,25; Hos 11,1-4; Lk 18; Offb 21,4. |
Math 13,33; Lk 13,20-21 |
Jes 66; Ps 22, 10-11 |
GOTT |
Ps 123,2b; Spr 31,21; Lk 15,10 Jesus bestätigt und bestärkt die Frauen, indem er ihnen das gleiche Privileg wie den Männern zugesteht, nämlich ihre eigene Natur in der Gottheit repräsentiert zu sehen |
Mt 23,37; Lk 13,34; Ps 17,8-9; 59,1; 61,5; 91,4; Rut 2,12. |
Ex 19,4; Deut 32,11-12(patriarchalische Übersetzung); Offb 12,1-6. 13-17; |