Unter diesem Motto fand in Naturns am 15. Februar dieses Jahres ein für das ganze Dekanat denkwürdiges, wenn nicht aufgrund seiner Einmaligkeit unvergeßliches Ereignis statt, nämlich ein Dekanatskongreß anläßlich der Pastoralvisitation unseres Diözesanbischofs Wilhelm Egger. Von Beginn der Planung an war es ein Herzensanliegen, allen Gläubigen des Dekanates die Teilnahme am Kongreßgottesdienst zu ermöglichen, um Kirche als Gemeinschaft über die eigenen Pfarreigrenzen hinaus spürbar werden zu lassen. Die Vorbereitungen waren dementsprechend intensiv und von vielen pfarrübergreifenden Vortreffen gekennzeichnet. Der Dekanatskongreß gipfelte im Kongreßgottesdienst, der aus Platzgründen in die Tenniscamphalle verlegt wurde. An der ca. zwei Stunden dauernden Eucharistiefeier nahmen ungefähr 2000 Christen aus dem Dekanat teil. Auch an der kreativen Gestaltung des Gottesdienstes war das ganze Dekanat beteiligt: So hatte der Naturnser Chorleiter Josef Pircher die bemerkenswerte Aufgabe, gleich vier Kirchenchöre bei nur einer halbstündigen gemeinsamen Singprobe zu dirigieren, die die Führungsstimme der rhythmisch geistlichen Lieder darstellten. Für die Lieder waren eigens Texthefte mit einer Einführung zum Dekanatskongreß und dessen Motto erstellt worden. Das Vaterunser wurde als Leibgebet von je zwei Schulkindern vieler Schulen getanzt, was im Religionsunterricht eingeübt worden war. Bei der Gabenbereitung brachten die einzelnen Pfarrvertreter junge Bäume nach vorne, die jeweils ein besonderes Anliegen symbolisierten, wie z. B. in Naturns die Jugendfirmung, oder mit Blick auf den künftigen Pfarrerwechsel - die Zusammenarbeit der Pfarreien Kastelbell und Tschars. So wurde aus der bischöflichen Pastoralvisitation nicht nur die Begegnung einiger "Auserwählter", sondern auch allen "kleinen Schafen" war die Kontaktnahme mit dem Hirten möglich und auch untereinander wurden neue Bande geknüpft. Es bleibt zu erbitten und zu erhoffen, daß der Dekanatskongreß auch für die Zukunft Früchte trägt.
Annegret Steck, Naturns