Die
Kirche Christi sei eine einladende Kirche
Eine
Kirche der offenen Türen.
Eine
wärmende,
mütterliche
Kirche.
Eine
Kirche der Generationen.
Eine
Kirche der Toten,
der
Lebenden und der Ungeborenen.
Eine
Kirche derer,
die
vor uns waren,
die
mit uns sind, und die nach uns kommen werden.
Eine
Kirche des Verstehens
und
Mitfühlens.
Eine
Kirche,
der
nichts fremd ist
und
die nicht fremd tut.
Eine
menschliche Kirche,
eine
Kirche für uns.
Eine
Kirche,
die
Menschen dort aufsucht,
wo
sie sind.
Eine
Kirche,
die
nicht moralisiert und politisiert.
Eine
Kirche der Kleinen,
der
Armen und Erfolglosen, Mühseligen und Gescheiterten - im Leben, im Beruf,
in
der Ehe.
Eine
Kirche derer,
die
im Schatten stehen,
der
Weinenden, der Trauernden.
Eine
Kirche der Würdigen, aber auch der Unwürdigen,
der
Heiligen, aber auch der Sünderinnen und Sünder.
Eine
Kirche - nicht der frommen Sprüche, sondern der stillen, helfenden Tat.
Eine
Kirche des Volkes.
Kardinal
Franz König
Signal
gegen ein erstarrtes Amtsverständnis
Kein
Ausschluss gerechtfertigt
Der
Vorstand der Initiativgruppe solidarisierte sich in einer Presseaussendung mit
den Anliegen der sieben Frauen aus Österreich, Deutschland und den USA.
„Dadurch nimmt das Recht der Frauen, ihre Berufung zum priesterlichen Dienst
einzubringen, Gestalt an.“ sagte die stellvertretende Vorsitzende Annegret
Steck. „Durch Priesterinnen wird die sakramentale Seelsorge um die weibliche
Komponente erweitert. So wurde mit der Weihe der Frauen ein neues Kapitel in der
kath. Kirche aufgeschlagen. Die Frauen sind und werden zunehmend eine große
Bereicherung für die Seelsorge darstellen.“
ist Annegret Steck überzeugt.
Gemeinsam
mit der deutschen, österreichischen und italienischen Bewegung des
Kirchenvolksbegehrens forderte die Initiativgruppe für eine lebendigere Kirche,
die Diskussion über die Erneuerung des priesterlichen Amtes und seine Öffnung
für Frauen auf allen kirchlichen Ebenen qualifiziert weiter zu führen und noch
zu intensivieren. Zudem bestehe die Hoffnung, dass sich durch Priesterinnen in
der kath. Kirche ein neues Priesterverständnis entwickle, das dem Evangelium
und seiner Verkündigung näher komme als die derzeit allein auf den Mann beschränkte
Form.
In
einer weiteren Presseaussendung nach der Exkommunikation kritisierte der
Vorstand diese unzeitgemäße Vorgangsweise und forderte vielmehr einen Dialog
mit den betroffenen Frauen. Durch Exkommunikation und Diskussionsverbote ließen
sich keine Probleme lösen, betonte der Vorstand. Zeitlich bedingte Normen und
kirchenrechtliche Regelungen sollten der jeweiligen Zeit angepasst werden.
Robert
Hochgruber, Tschötsch wurde als Vorsitzender bestätigt, Annegret Steck,
Naturns wurde zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Marianne Bacher
Pichler, Rabland, Marta Mittermair Hochgruber, Tschötsch, Albuin Baumgartner,
Meran und Karl Trojer, Terlan wurden in den Vorstand gewählt. Außerdem können
jederzeit Gäste am Vorstandssitzungen teilnehmen. Wer es wünscht, erhält
Einladung und Protokoll.

In
einer Resolution
bekräftigte die Vollversammlung die vom Vorstand gemachten Anregungen für eine
zeitgemäße Seelsorge in Bezug auf den Seelsorgeplan 2002 - 2012. Die
Anwesenden forderten
die
Errichtung eines diözesanen Institutes für den Unterhalt der Laien,
eine
Vorzugsbehandlung von Frauen,
die
hauptamtliche Beschäftigung von Diakonen und verheirateten Priestern und
die Einschränkung von hierarchischen Strukturen.
„Krieg
ist Krankheit – keine Lösung“
Im
Rahmen der Veranstaltungsreihe „Autorenbegegnungen der besonderen Art“,
deren Herbstveranstaltungen den Titel „Leben in einer verletzbaren Welt“
tragen, war der Schriftsteller, Theologe und Psychotherapeut Eugen Drewermann in
Bozen zu Gast: Der überzeugte Pazifist Drewermann sprach zu Thema „Krieg ist
Krankheit – keine Lösung“ und verlieh dabei seiner These Gehör, dass Krieg
kein Heilmittel, eine Therapie sei, sondern Wahnsinn. „Der Krieg ist eine
Wunde in der Seele der Menschen, deren Schmerz nach immer grausameren Taten
ruft. Doch kein Krieg schließt die Wunde. Jeder neue Krieg mach sie von mal zu
Mal nur noch tödlicher“, so Drewermann. Der streitbare Kirchenmann aus
Paderborn ist davon überzeugt, dass die Spirale der Gewalt durchbrochen werden
muss. Nach seinem Vortrag stand Drewermann noch für Fragen zur Verfügung und
signierte fleißig Bücher.
Dolomiten,
19.9.2002, S. 12
Mit
diesem Titel hat „Impulse“ im Heft Nr. 1 - Jänner 2002 den „Seelsorgeplan
2002 –2012“ einer Kritik unterzogen. Dabei ist vor allem zu fragen und zu überlegen,
was mit „seelsorglichen Aufgaben“ konkret gemeint ist. Denn das Wort
Seelsorge besagt „Sorge für die Seele“. Und damit kann eine Menge von
Hilfeleistungen gemeint sein! Die „Initiativgruppe für eine lebendigere
Kirche“ sagt selber: „Ein Plan für die Seelsorge sollte aber die Ziele der
Seelsorge definieren und dann Überlegungen anstellen, mit welchem Personal eine
zeitgemäße Seelsorge stattfinden soll“. Deshalb ist es unverständlich,
warum die Initiativgruppe den Einsatz von männlichen Orden für seelsorgliche
Aufgaben ablehnt. Die Begründung, dass sie „ihrer eigentlichen Aufgabe nicht
mehr nachkommen können“, ist nicht einsichtig. denn was ist „ihre
eigentliche Aufgabe“? Die Initiativgruppe bemängelt zwar, dass der
Seelsorgeplan nicht auf die wirklichen Ursachen des Priestermangels
eingegangen“ ist, und meint deshalb, mit der „Diakonats- und Priesterweihe
von Frauen einen Beitrag zur Behebung des Priestermangels zu leisten“. Aber
sie bedenkt nicht, dass schon die männlichen Priester seit 2000 Jahren mit der
Missdeutung der Abendmahlsworte das Hauptanliegen Jesu umgangen sind, uns
Menschen mit seinen Lehren ein erlöstes Dasein zu bereiten! Also daraus folgt,
dass das Messelesen ganz abwegig ist und deshalb ersetzt werden müsste durch
einen „Gottesdienst im Sinne Jesu“, wie ich ihn entworfen habe. Denn wir müssen
auch bedenken, dass Jesus schon sehr oft sich geoffenbart hat gegen diese
antichristliche Kirche, was ich in mehreren Zeitungen mit Leserbriefen berichtet
habe.
„.Mut
für neue Lösungen“ ist in der Tat notwendig, wenn man bedenkt, dass hier
sowohl alle Geistlichen nicht die Freiheit haben, die gewusste jesuswidrige
Messe zu unterlassen, wie auch die Politiker eidlich an die unchristliche
Demokratie gebunden sind, die eben keinen verfügungsbefugten „Hirten“ oder
„Herrscher“ vorsieht, der mit dem Prinzip Gerechtigkeit/Wahrheit jegliches
Übel beseitigen bzw. abhalten könnte! Wem müsste dieser Kommentar unter die
Nase gehalten werden, damit er zu einem Erfolg führt?
Josef
Oberrauch, Bozen
Demokratie
in der Kirche – geht das
Bericht
von der Bundesversammlung „Wir sind Kirche“ Deutschland
Unter
dem Thema "Demokratie in der Kirche - geht das?" fand die 11. öffentliche
Bundesversammlung der KirchenVolksBewegung „Wir sind Kirche“ vom 15. bis 17.
März 2002 in Nürnberg statt. Im Hauptreferat forderte Professor Dr. Bernhard
Sutor, bis vor kurzem Vorsitzender des Landeskomitees der Katholiken in Bayern,
dass Laiengremien wie Diözesan- und Pfarrgemeinderäte auch über die
Verwendung von Kirchenfinanzen bzw. -steuern entscheiden sollen. Der Eichstätter
Politikwissenschaftler hielt es nicht für gut, dass die Räte zu bloßen
Beratungsgremien degradiert werden können. Sutor setzte sich auch für mehr
Mitsprache bei den Bischofsernennungen ein: diese Forderung der
KirchenVolksBewegung war in jüngster Zeit von der Katholischen
Landjugendbewegung in Bayern und dem Landeskomitee der Katholiken in Bayern
aufgegriffen worden.
In
der Diskussion wurde aber auch deutlich, dass das jetzige Kirchenrecht einer
echten Mitbestimmung des Kirchenvolkes enge Grenzen setzt. Viele Engagierte in
den Gemeinden seien dadurch frustriert. Eine wirkliche Beteiligung des
Kirchenvolkes an wichtigen Entscheidungen auf Pfarr-, Dekanats- und Diözesanebene
sei deshalb oft nicht gegeben.
Für
den Ökumenischen Kirchentag 2003 in Berlin hat die KirchenVolksBewegung ein
umfangreiches Programm vorbereitet und wird gemeinsam mit den Diözesan-und
Ortsgruppen Veranstaltungen und Aktionen zur Vorbereitung auf dieses wichtige ökumenische
Ereignis planen und durchführen. Die Bundesversammlung hat sich dem Gruß des
Priesterkreises Feuerstein und der Wir sind Kirche Bewegung aus der Erzdiözese
Bamberg an den Bischof von Limburg, Franz Kamphaus, angeschlossen. In dem Brief
wurde Bischof Kamphaus, Limburg Verbundenheit und Hochachtung für seine
Entscheidungen zur Schwangerenkonfliktberatung bekundet.
Dem
Antrag von Jugendlichen aus der KirchenVolksBewegung zur Einrichtung einer
Arbeitsgruppe Wir sind Kirche-Jugend stimmte die Bundesversammlung zu und wird
deren Arbeit auch auf internationaler Ebene unterstützen. Zudem hatte der
Stadtdekan von Nürnberg, Theo Kellerer, über die international ausgerichtete
diakonische und ökumenische Arbeit der Kirchen in Nürnberg berichtet. Auf dem
"Markt der Ideen" wurden aktuelle Aktionen und Projekte vorgestellt.
Etwa
100 Delegierte und Interessierte nahmen an dem Treffen im ökumenischen
Gemeindezentrum in Nürnberg-Thon teil. Mit einem Gottesdienst ging das
Bundestreffen zu Ende.
Spiritueller
Ausflug zum Durnholzer See

Am
21. Juli traf sich eine muntere Schar von Kirchenreformbewegten und wanderte gemütlich
um den Durnholzer See, ohne sich vom Regen einschüchtern zu lassen. Albuin erzählte
Geschichten um den See. Die Wortgottesfeier in der Kirche von Durnholz
stärkte Geist und Seele. Im Pfarrgasthof (wo sonst) klang der
spirituelle Ausflug in fröhlicher Runde aus.

Zivilcourage
in Südtirol gefragt
Eine
Bekannte aus Deutschland, mit den Verhältnissen bei uns gut vertraut, sagte
einmal. die Menschen in Südtirol seien angepasst und autoritätsfürchtig, sie
hätten wenig Zivilcourage. Diese Äußerung von einer Frau, die ich schätze,
machte mich betroffen und gab mir zu denken.
Für
die Menschen meiner Generation war die Erziehung in Elternhaus und Schule sicher
mehr auf Gehorsam ausgerichtet als auf Eigenständigkeit. Auch die
geschichtlich-politische Situation, in der das Zusammenhalten in einer großen
Sammelpartei nötig war und gewisse Medienmonopole haben Angepasstheit
vielleicht eher gefördert als in Frage gestellt. Und bei manchen
Kirchenvertretern ist das offene kritische Wort immer noch unerwünscht.
Dennoch
fällt mir eine ganze Reihe von Initiativen, Bewegungen und Menschen ein, die.
sich durch Zivilcourage auszeichnen. Da sind jene zu nennen, die sich für den
Schutz von intakter Landschaft einsetzen, für Quellgebiete. und Auen, für die
Erhaltung historischer Bauten und Kulturgüter. Andere kämpfen für
Verkehrsreduzierung und Verbesserung der Luftqualität. Da gibt es jene, die für
mehr Demokratie und für eine. lebendigere Kirche eintreten, für gleiche
Chancen für Frauen. Und wieder andere bemühen sich um Unterkünfte und
Integration von Ausländerinnen und Ausländern und um Solidarität auf dieser
einen Welt.
Sie
alle zeigen Zivilcourage, werden oft belächelt oder angefeindet, stehen aber
dennoch zu ihrer Überzeugung. Ich denke, wir haben solche Menschen bitter nötig
und sollten ihnen dankbar sein.
Brigitte
Siller-Grießmair in Auf ein Wort,
RAI Sender Bozen,
25. Jänner 2002
Impulse
für eine verbesserte Gesprächskultur und positive Konfliktbewältigung
innerhalb der Kirche
Konflikte
positiv sehen, als Chance zu lernen
Wir
möchten fähig werden Konflikte zu sehen, zu definieren, offen sein für
Konflikte, Konflikte nicht abblocken, Konflikte lösen.
Ich
verwende mich (wir als Verband verwenden uns) dazu, dass
Probleme auf den Tisch kommen.
Bei Meinungsverschiedenheiten nehme ich mir (nehmen wir uns) die Zeit, die Argumente der/des anderen anzuhören und lernen offen und klar zu kommunizieren, ohne geheimgehaltene Tagesordnungen.
Ich muss (wir müssen) nicht alle Konflikte und Meinungsverschiedenheiten aus der Welt schaffen und wir (wollen) trotzdem im Gespräch bleiben. Ich übe (wir üben) Toleranz, indem ich (wir) lernen, auch verschiedene Meinungen stehen zu lassen.
Ich
bemühe mich (wir bemühen uns) um Konsensfindung und eine
Mehrheitsentscheidung. Die Entscheidungsebenen sollen für alle transparent
sein.
In
unserer Gemeinschaft sollen sich alle wohl fühlen und
ich will (wir wollen) Raum schaffen für Unbehagen. Ich bekenne mich
(wir bekennen uns) zur Entwicklung einer Streitkultur
mit dem Ziel, positive Veränderungen anzustreben.
Das
Katholische Forum verabschiedete diese Selbsterklärung bei der Vollversammlung
am 3.6.2002. Sie sind das Ergebnis zweier Forumsgespräche als Antwort auf den
Vorschlag der Initiativgruppe in Bezug auf eine Kirchenvolksanwaltschaft.
Nach
dem Krieg in Afghanistan hat der Westen wahrlich wieder Dreck am Stecken. Beim
Rache-Feldzug starben (und sterben!) Unschuldige, dieser Krieg hat Geld und
Ressourcen verschlungen, hat unter Unschuldigen und Armen den Hass auf den
reichen Westen weiter geschürt. Wieder einmal bestätigt sich die Erfahrung:
Der Rat Jesu zur Feindesliebe ist der einzige Ausweg aus dem Fleischwolf der
Gewalt, in den sich die Menschen gegenseitig hineindrehen. Mit dem berühmten
„Wenn dich einer schlägt, halte ihm auch die andere Wange hin“ ist freilich
nicht gemeint, dass wir uns alles gefallen lassen müssten. Jesus rät vielmehr,
nicht schnell und blindlings zurück zu schlagen, sondern zuerst inne zu halten,
anders zu reagieren als erwartet; schlauer zu sein als der Feind. Dass sich
Gewalt durch Gewalt eindämmen lässt, das ist die reine Utopie. Allein Jesu
Botschaft vom ganz neuen Umgang mit Gewalt ist realistisch.
Martin Lercher, Zett,
27.1.2002
Christliche
Stimmen gegen einen Krieg gegen den Irak
In
seltener Einmütigkeit verurteilen christliche Stimmen weltweit die Pläne der
US - Regierung, den Irak militärisch anzugreifen. „Nie wieder Krieg!“,
mahnte der Papst, und der Weltkirchenrat forderte Washington auf, von den militärischen
Drohungen gegen Bagdad abzulassen. In Großbritannien, dessen Regierung zu den
wenigen Unterstützern der USA-Politik gegenüber Bagdad gehört, wertete die
katholische Theologenvereinigung einen Präventivkrieg gegen den Irak sogar als
einen unmoralischen „Akt des Staatsterrorismus“. Ein Militärschlag würde
nicht einmal die Minimalanforderung für einen „gerechten Krieg“ erfüllen
und Leiden und Tod vieler schuldloser Menschen zur Folge haben, heißt es in der
Erklärung.
Kirche
In, Nr. 11, November 2002
Versöhnung
mit unserer Geschichte
Der
Vorstand der Initiativgruppe hat sich erfreut gezeigt über die Begegnung von Diözesanbischof
Wilhelm Egger mit einer Gruppe von Hutterern auf dem Bruderhof von Woodcrest in
der Nähe von New York/USA und die Hoffnung ausgedrückt, dass es zu einem
Zeichen der Versöhnung auch in Südtirol kommen könne. Schon im Jubiläumsjahr
2000 wurde ein solches Zeichen vorgeschlagen, um dadurch ein dunkles Kapitel der
Tiroler Geschichte abzuschließen. Dies könnte auch ein Anlass sein, sich mit
anderen Abschnitten der Vergangenheit auseinander zu setzen, z.B. mit der
Hexenverfolgung, mit dem Unrecht, das den Protestanten zugefügt wurde, usw.
Ziel bleibt, Geschichte aufzuarbeiten, damit sie sich nicht mehr wiederholt, ein
Signal der Toleranz anderen Meinungen gegenüber zu setzen und die Anerkennung
und Wertschätzung anderen Religionsgemeinschaften gegenüber auszudrücken.
Robert
Hochgruber
P.S.:
Über das Zeichen der Versöhnung mit den Protestanten, das im Oktober im
Defreggental/Osttirol stattgefunden hat, berichten wir in den kommenden
Impulsen.
|
ein
Lied blüht auf in mir ein
Lied fliegt dir entgegen du
Schöpferin der Liebe mein
Gott und mein Heil denn
du schenkst mir Würde und Selbstvertrauen meine
Stimme, mein Herz, mein ganzes Leben bewegen
sich hin zu dir in
Freude und Dank, in Hoffnung und Mut ich
breite die Arme aus und
tanze für dich du
blickst mich an mit zärtlichen Augen obwohl
ich klein bin vor dir und
übersehen werde, wo Menschen bestimmen du
wohnst in meiner Mitte du
machst mich stark und frei du
nimmst die Armen an dein Herz und
holst die Ausgestoßenen heim du
leidest Gewalt mit den Schwachen und
richtest die Getretenen auf die
Namen der Machthaber kennst du nicht die
Reichen müssen den Hunger lernen die
Selbstgerechten um Obdach bitten die
Folterer ihre Taten durchschauen solange
Menschen auf dich hoffen werden
sie sprechen von Menschen-Würde werden
dich loben, Schöpferin Liebe heiliges
Leben, Quelle und Atem und
die Frauen, Schwestern in aller Welt kleingemacht,
benutzt und verspottet singen
mit mir begeistert und frei Christa Peikert-Flaspöhler |