Blitzlichter
Auf ..gelesen
"Margot
Käßmann, evangelische Bischöfin von Hannover, würde gerne den Papst
besuchen und mit ihm 'eine offene Diskussion über die Priesterweihe für Frauen
sowie über Aids in Afrika und den Einsatz von Kondomen führen'. Das erklärte
Käßmann während des evangelischen Kirchentags in Frankfurt im Juni. Natürlich
wolle sie in diesem Gespräch auch 'aus der Lebenserfahrung des
katholischen Kirchenoberhaupts lernen'".
Publik Forum, Nr. 12 -2001
"Drei
Fragen an... Luis Gurndin, Pfarrer
3.
Wenn Sie eine Woche lang Papst wären: Was würden Sie als Erstes tun?
Ein
Schritt wäre, 'Viri probati', also verheiratete Männer, zu Priestern zu
weihen. Damit allein lösen wir die mit dem Priestermangel verbundenen Probleme
nicht. Wir müssen die Bemühungen um Verlebendigung des Glaubens in Pfarreien
mehr unterstützen.'"
Zett,
2. September 2001
Preis
für feministische Theologinnen
Zwei
österreichische Theologinnen erhielten im Juni 2001 in Graz den "Elisabeth-Gössmann-Preis"
für hervorragende Frauen- und Geschlechterforschung. Ausgezeichnet wurden die
Salzburger Theologin Silvia Arzt für ihrer Dissertation: "Frauenwiderstand
macht Mädchen Mut" und ihre Wiener Fachkollegin Maria Katharina Moser. Sie
erhielt den Preis für ihre Diplomarbeit über den Sextourismus auf den
Philippinen und die damit einhergehende Herausforderung für Kirche und
Theologie. Der erstmals vergebene Preis ist nach Elisabeth Gössmann benannt,
die zu den Pionierinnen der theologischen Frauenforschung zählt. Sie ist seit
1968 Theologieprofessorin in Tokio und seit 1990 in München.
Nach:
Dolomiten, 13. Juni 2001.
Auszug
aus einem Gespräch der ff mit Christian Stückl, dem Regisseur des
Theaterstückes "Gaismair" in Lana und im kommenden Jahr des
"Jedermann" in Salzburg.
"ff:
Ist es nicht komisch, mit welchen Dingen Sie sich jetzt beschäftigen müssen?
Christian
Stückl: Ich finde es langsam auch ein bisschen verrückt. Da ist dieser Jesus.
Eine wunderbare Figur, wenn man ihn als Mensch begreift, der wütend die
Schriftgelehrten als Heuchler anschreit. Mit dieser Figur kann auch jemand, der
nicht gläubig ist, etwas anfangen. Und da ist dieser "Jedermann",
eigentlich ein Propagandastück, in dem dauernd von Reue und Buße die Rede ist
und wie man in den Himmel kommt.
ff:
So richtig katholisch.
Christian
Stückl: Du brauchst nur ein bisschen zu bereuen, das Büßergewand anzuziehen
und dann kommst du als Superreicher auch noch in den Himmel, lautet die
Botschaft. Manchmal habe ich das Gefühl, dass mit diesem Stück bewiesen wird,
dass es einem Reichen unmöglich ist, nicht in den Himmel zu kommen.
ff:
Wahrscheinlich ist das Stück ja auch deshalb so erfolgreich?
Christian
Stückl: Der Jesus war ein Mensch, der jüdischen Glaubens war, beschnitten
wurde und sich mit Kaiphas und Pontius Pilatus auseinander setzen musste. Ein
handfester Mensch, der für seine Geschichten ans Kreuz genagelt wurde."
ff
Nr. 34 vom 23. August 2001, S. 46.
"Le
riflessioni di Don Paolo Michelini nel lasciare la parocchia S. Spirito di
Merano
'Siamo
capaci di cambiare?'
In
quei primi anni '90 anche la diocesi proponeva un maggiore impegno, ad esempio
nei campi di 'giustizia, pace e salvaguardia del creato' ... Ma, incalza don
Paolo, 'mi sembra che qualche cosa di più si potrebbe dire. Su certe
questioni si preferisce non parlare. Ad esempio sui rapporti tra i gruppi
linguistici si danno per scontate troppe cose. Io ho l'impressione - e l'ho già
detto più volte - che il gruppo italiano, che è debole, si trovi dinanzi ad un
gruppo più forte che politicamente spesso sembra arrogante. C'è dunque
un senso di malcontento diffuso che noi preti non dobbiamo certo alimentare ma
neanche tacere: nella misura in cui siamo i preti della nostra gente dobbiamo
essere pronti a cogliere le effetive ragioni e farle sentire.
Anche
pastoralmente si ha l'impressione che la pastorale venga dettata dal gruppo
maggiore e di questo non mi stupisco. Però sembra che manchi nella parte
italiana la capacità di esprimere una propria pastorale, che il vescovo d'altra
parte rispetterebbe. Manca, direi, un ufficio pastorale che esprima veramente
una pastorale nuova completre alla pastorale tedesca per certi versi più
tradizionale. Queste cose le soffro a livello pastorale perchè vedo che non
siamo capaci di camminare con il ritmo del mondo, non siamo capaci di fare
proposte chiare..."'
Il
Segno, 9 giugno 2001, p. 10
"'Viri
probati' könnten Priestermangel lindern
Die
Zusammenlegung mehrerer Pfarreien vergrößert nur den Priestermangel. So sieht
es zumindest der Altbischof von Innsbruck, Reinhold Stecher. 'Wir haben in der
Kirchen noch nicht gelernt, wie man Socken stopft.' Seiner Meinung nach wäre
die Öffnung des Amtes für sogenannte viri probati (bewährte Männer), die
verheiratet sein können, ein Ausweg aus der Not."
Imprimatur,
5 + 6 2001, 15.8.2001, S. 263.
Nur
eine Frage des 16. Jahrhunderts?
Im
Jahre 1974 tagte in Accra im westafrikanischen Ghana die Vollversammlung der
'Kommission für Glaube und Kirchenverfassung' ('Faith and Order') des
Weltkirchenrates. Ein deutscher Theologieprofessor - er ist heute Bischof - nahm
als Beobachter und Diskussionsredner teil. Am Rande der Tagung erzählte ihm ein
Missionar von der praktischen Ökumene in seiner Gemeinde. Wenn er, der
Missionar einmal sonntags verhindert sei, schicke er seine Gemeindemitglieder
zum Gottesdienst des evangelischen Amtsbruders, und zwar einschließlich
Abendmahlteilnahme. Das gleiche geschehe im umgekehrten Falle. Auf die Frage des
deutschen Professors, ob er denn dabei theologisch ein gutes Gewissen habe,
antwortete der Missionar: ' Wir werden uns doch im afrikanischen Busch nicht
noch einmal eure Probleme aus dem 16. Jahrhundert antun!''
Aus
dem Vortrag von Otto Hermann Pesch, Gemeinschaft
beim Herrenmahl, ernste Probleme und offene
Möglichkeiten, 15.8.2001, Imprimatur, 5 + 6, 2001