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Mystik, was ist das - ganz praktisch? Willigis Jäger, ein ausgewiesener Mystikkenner, Benediktinermönch und Zen-Meister beschreibt den spirituellen Weg und erklärt, was es mit mystischen Erfahrungen auf sich hat. Dabei weitet er den Blick für ein Bewusstsein, das die alte Weltsicht überschreitet und uns damit ein neues Welt- und Menschenbild vermittelt, das auch den modernen Naturwissenschaften entspricht. Eine Sicht, die neue Horizonte öffnet und den tiefen Reichtum sowohl der christlichen als auch anderer religiöser Kulturen erschließt.               
Verlag Herder, 2001, 189 S., 9,50 €

Kostprobe:
Mystik kennt eigentlich kein Jenseits. Wir haben bereits über die Zeitlosigkeit der Ersten Wirklichkeit gesprochen. Jenseits, Himmel, Wiedergeburt sind zwar bestens dazu geeignet ist, eine Ethik zu begründen. Ganz nach dem Schema: Wenn du dies oder jenes tust, bekommst du eine schlechte Wiedergeburt. Genau das aber steht einer echten spirituellen Befreiung im Wege. Nun tritt die Moral auf den Plan und der transpersonale Bereich wird verschlossen. Durch diese Moralisierung der Religion in der Hoffnung auf eine Wiedergeburt nimmt die Fixierung auf die Personalität sogar noch zu, weil der Reinkarnationsglaube eine Perpetuierung des Ich propagiert. Aber solange das Ich fortdauert, wird es seinen Sinn nicht finden. Den Sinn finden wir, wenn wir das Ich loslassen. Denn unsere wahre Identität liegt im göttlichen Sein, das unser tiefstes Wesen ist. So ist Mystik nichts anderes, als ein Suchen nach unserer wahren Identität.


Sie haben es zweifellos schwer heutzutage, die Hirten des Kirchenvolkes. Immer weniger Menschen wollen hören, was sie zu sagen haben, und gleichzeitig wird ihnen vom Arbeitgeber Kirche immer mehr aufgebürdet.

Wo bleibt da die eigene Auseinandersetzung mit Gott? Wie formulieren die Profis ihren persönlichen Glauben? Was gibt ihnen Halt und Orientierung - und Mut? Was macht ihnen Mühe in ihrem Amt, wo sehen sie die Zukunft ihrer Kirche? Im Gespräch mit der Journalistin Doris Michel-Schmidt erzählen katholische Priester und evangelische Pfarrerinnen und Pfarrer von ihren Lebenswegen und ihrem Berufsverständnis. So ist ein Kaleidoskop von verschiedenen Glaubensbekenntnissen entstanden, das deutlich macht, wie vielstimmig Kirche gelebt wird.

Echter Verlag, 2005, 136 S., 9,90 €


„Von Krise kann man nur sprechen, wenn in absehbarer Zeit eine Wende – sei es zum Besseren, sei es zum Schlechteren – bevorsteht. Eine solche Wende ist nicht abzusehen.“ Vielleicht, so Rainer Bucher – Professor für Pastoraltheologie und –psychologie in Graz – hat Niklas Luhmann mit diesem wenig schmeichelhaften Wort über den Zustand der Kirche ja recht, aber ausgemacht ist es nicht. In diesem Sinne versuchen die Beiträge des Buches die Muster aufzuspüren, die von neuen Möglichkeiten für das Evangelium sprechen. Das ist eine heikle und fragile Arbeit, und sie bleibt stets Versuch. Doch nicht zuletzt das Festhalten Jesu „an den zarten Elementen der Welt, die langsam und in aller Stille durch Liebe wirken“ (Whitehead), verpflichtet dazu, den verstörenden Reiz der Krise zu entdecken und die darin enthaltene Provokation anzunehmen.

Echter Verlag, 2004, 256 S., 14.80 €


Die erste umfassende Autobiographie von Reinhold Messner: Was beflügelt diesen Erfolgsmenschen? Was ist seine Philosophie? Und woher schöpft er die Kraft und die Phantasie, sich immer wieder neu zu erfinden. Reinhold Messner gibt Antworten auf die Schlüsselfragen in seinem Leben und spricht über seine Heimat, seine Frau und seine Kinder, über Freundschaft und Egoismus, über bürgerliche Moral, über das Scheitern und seinen Instinkt, fast immer das Richtige zu tun. Kritisch und offen stellt der Spiegel-Reporter Thomas Hüetlin ihm die entscheidenden Fragen zu einem „Leben am Limit“.


Eine zeitgemäße Gebetsschule für Gläubige und Zweifler. Mit zahlreichen anregenden christlichen Gebeten.

Lukas Niederberger, SJ, leitet das renommierte Lasalle-Haus in der Schweiz.

Patmos Verlag, 2006, 140 S., 13.30 €