Katholische Verbände
Mutige und richtungsweisende Äußerung der Katholischen Frauen- und Männerbewegung
Die Kath. Frauen- und Männerbewegung der Diözese weisen zu Beginn ihrer Stellungnahme vom 10. September 2005 darauf hin, dass sie bisher bereits kirchliche Berufe im Allgemeinen und geistliche Berufe im Speziellen gefördert haben und nach wie vor fördern. Deshalb betrachteten sie es als ihre Aufgabe, im Zusammenhang mit dem diözesanen Zweijahresprogramm „Glaubens-erneuerung und geistliche Berufe“ eine Stellungnahme abzugeben. Die Vielfalt an geistlichen Berufungen sei den beiden Verbänden ein besonderes Anliegen, erklärten sie. Zum Anliegen des Gebetes um geistliche Berufe und den bisherigen Bemühungen sollten aber noch weitere konkrete Schritte hinzukommen. Hier die fünf Punkte und die abschließende Bitte im Wortlaut:
"Pastoralassistentinnen/ Pastoralassistenten: stärkere Förderung von haupt- oder nebenamtlichen Pastoralassistenten/innen als seelsorglich Mitverantwortliche besonders in der Gemeindeleitung, auf pastoraler und administrativer Ebene.
Ständiger Diakonat von Männern und Frauen: Dem Wunsch des Diözesanbischofs entsprechend verstärktes Bemühen der Pfarrgemeinden um Diakone, darüber hinaus aber auch weiteres Bemühen um die Zulassung von Frauen zum Diakonat; beides, um die kirchliche Grundfunktion der Diakonie durch konkrete Personen sichtbar zu machen. Liturgische Dienste und Dienste der Verkündigung sollen mit eingeschlossen sein (wie Predigt, Taufen, Trauungen, Beerdigungen u.a.m.).
Pflichtzölibat: Wir stellen mit Bedauern fest, dass die derzeit geltenden Vorschriften für die Zulassung zum Weiheamt den Zeiterfordernissen nicht mehr genügen und sich oft einer Berufsentscheidung entgegenstellen. Die Freistellung vom Pflichtzölibat widerspricht keinesfalls der Bibel, wie namhafte kirchliche Würdenträger auch in letzter Zeit wieder äußerten; die Freistellung ist von der Theologie und der Geschichte her als gangbarer und Erfolg versprechender Weg für die Belebung des Priesternachwuchses denkbar.
„Viri probati”: Die Zulassung von bewährten – auch verheirateten – Männern zum priesterlichen Dienst könnte unserer Meinung nach die Priesteranzahl erhöhen.
Frauenpriestertum: Es ist für uns nachvollziehbar, dass die Zulassung von Frauen zum priesterlichen Dienst einen Traditionsbruch darstellt und mit Schwierigkeiten verbunden sein würde. Trotzdem sollte eine diesbezügliche Auseinandersetzung nicht von vorn herein abgeblockt werden. Die bisher ins Feld geführten biblischen und theologischen Gegenargumente vermögen uns freilich nicht davon zu überzeugen, dass eine solche Zulassung dem Willen Gottes widerspräche.
Die Anliegen der Kath. Frauen- und Männerbewegung sind durch viele Erfahrungen und Bedürfnisse gestützt und sollten mehr als bisher die Überlegungen der Gläubigen beschäftigen. Durch überzeugte Interventionen von vielen Seiten und vor allem auch der Ortskirchen bei den gesetzgebenden Zentralbehörden könnte der Erneuerungsauftrag der Kirche auf diesem Gebiet wirksame Gestalt erhalten."
Von Feldthurns nach Verdings – dies der Weg, der uns an das Ziel des heurigen spirituellen Ausfluges am 07. August brachte. Zu einem guten Dutzend brachen wir in Feldthurns zur Wanderung auf bei frischer, kühler Luft – aber im Sonnenschein. In fröhlicher Gemeinschaft wanderten wir an der St. Anton Kirche vorbei zum Hof Moar zu Viersch und gelangten schließlich nach ca. 1 Stunde bei der Valentin-Kirche in Verdings an. Dort verweilten wir eine Zeitlang vor dem beeindruckenden Lebensrad in der Friedhofskapelle. Zur Wortgottesfeier versammelten wir uns vor der Kirche, da der Innenraum gerade restauriert wird. (Wir hofften und beteten, dass dies nicht nur äußerlich geschehe.) Die Botschaft des Sonntagsevangeliums – der Seewandel - ließ uns nachdenklich werden. So vor der Kirche im Freien – ein kühler Wind blies uns um die Ohren und ließ die Evangeliumsatmosphäre recht lebendig werden – ließen wir uns von dem Grundtonus der Botschaft Jesu – dem Vertrauen – tragen. Dieses Vertrauen wurde dann auch in freien Gebetsgedanken zum Ausdruck gebracht und mit meditativen Liedern (Wolfgang sei Dank!) vertieft. Nach dem Gottesdienst hielten wir unterhalb der Kirche an einem geschützten Platz eine Agape-Feier. Mitgebrachtes wurde ausgebreitet, die besinnlichen Gespräche wurden beim gemütlichen Beisammensein fortgesetzt. Dann brachen wir zum Rückweg nach Feldthurns auf und verabschiedeten uns dort mit Dankbarkeit im Herzen, einen gesegneten Tag in guter Gemeinschaft verlebt zu haben.
Annegret Steck, Naturns