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Pharao Berlusconi

Die Regierung Berlusconi erlaubt jetzt auch Bestattungen im eigenen Garten. Das Bestattungsgesetz wurde reformiert. Vor allem deshalb, um Ministerpräsident Berlusconi eine Freude zu machen. Der Medienzar hat im Park seiner Villa bei Mailand schon vor Jahren ein Mausoleum bauen lassen. Von der Villa aus führt ein Gedenkparcours mit Skulpturen, die bezeichnende Momente aus dem Leben Berlusconis darstellen, zu dem unterirdischen Grabdenkmal. In ihrer Mitte erhebt sich der Sarkophag Berlusconis. In einem Kreis gruppieren sich um ihn herum zwölf andere Särge für seine Intimfreunde - das soll aber keine Anspielung auf die zwölf Apostel sein. Auch wenn sich der Premier noch bester Gesundheit erfreut, hatte er schon früher mehrfach um die Erlaubnis für eine Bestattung im eigenen Garten angefragt. Die Antwort war stets ein dezidiertes Nein. Als er Ministerpräsident wurde, ordnete er die Revision des entsprechenden Gesetzesparagraphen an. In Windeseile und klammheimlich wurde die Revision beschlossen. Die Nachricht wurde erst vor kurzem durch das linke Wochenmagazin „Diario“ bekannt.

Kirche In, das internationale,
christlich-ökumenische Nachrichtenmagazin,
Wien, März 2003


Vatik. Quotenfrau

Frauen können es auch im Vatikan zu etwas bringen. Das soll die Meldung suggerieren, wonach „zum ersten Mal im Vatikan eine Frau in eine höhere repräsentative Stellung berufen worden ist.“ Die italienische Professorin Letizia Pani Ermini wurde zur Präsidentin der Päpstlichen Akademie für die Archäologie ernannt.

Ja, die neue Kirchenzeitung, Paudorf NÖ, 18.5.2003


Vorausdenken statt Angst

Nach Ansicht des Wiener Weihbischofs Helmut Krätzl hat die katholische Kirche nach wie vor ein Problem mit der pluralistischen Gesellschaft.

Statt diese Gesellschaftsform als Herausforderung zu begreifen, werde sie eher als Bedrohung empfunden, so Krätzl in München. Es herrsche derzeit als Grundstimmung die Angst vor. So würden heute vorausdenkende Theologen für ihre Ansätze eher gemahnt; dagegen hätten sich beim Zweiten Vatikanischen Konzil (1962 bis 1965) die Bischöfe mit den Anliegen der jungen Theologen auseinander gesetzt, mit denen sie nach Rom gereist waren.

Ja, die neue Kirchenzeitung, Paudorf NÖ, 18.5.2003