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...dass sich die neue Vorsitzende des Kath. Familienverbandes Doris Schweigkofler Seebacher ausdrücklich für die Anerkennung von neuen Formen der Familie ausgesprochen hat. „Die traditionelle Form von Vater-Mutter-Kind entspricht nicht mehr der Realität. Dem müssen wir uns stellen.“ Als Erklärung fügt sie hinzu: „Unsere Religion ist eine offene Religion, und ich finde, dass sich eine Religion auf die Realität einstellen muss. Es hilft nichts, wenn wir z.B. das Zusammenleben ohne Trauschein oder die Scheidungen verteufeln. Vielmehr müssen wir den Menschen klar machen, warum Familie so wichtig ist.“ Kath. Sonntagsblatt, 29.6.2003, S. 17 Nach Kritiken in Leserbriefen vor allem in den „Dolomiten“ erklärte der Vorstand des Kath. Familienverbandes, dass die Förderung der kath. Familie in Südtirol weiterhin ein wichtiges Ziel sei, was zugleich aber die Offenheit für die anderen Lebensgemeinschaften nicht ausschließe. Man stehe in einer großen Umbruchzeit, bei der verschiedene Formen von Familie eine große Herausforderung bedeuten würden. |
Die Regierung Berlusconi erlaubt jetzt auch Bestattungen im eigenen Garten. Das Bestattungsgesetz wurde reformiert. Vor allem deshalb, um Ministerpräsident Berlusconi eine Freude zu machen. Der Medienzar hat im Park seiner Villa bei Mailand schon vor Jahren ein Mausoleum bauen lassen. Von der Villa aus führt ein Gedenkparcours mit Skulpturen, die bezeichnende Momente aus dem Leben Berlusconis darstellen, zu dem unterirdischen Grabdenkmal. In ihrer Mitte erhebt sich der Sarkophag Berlusconis. In einem Kreis gruppieren sich um ihn herum zwölf andere Särge für seine Intimfreunde - das soll aber keine Anspielung auf die zwölf Apostel sein. Auch wenn sich der Premier noch bester Gesundheit erfreut, hatte er schon früher mehrfach um die Erlaubnis für eine Bestattung im eigenen Garten angefragt. Die Antwort war stets ein dezidiertes Nein. Als er Ministerpräsident wurde, ordnete er die Revision des entsprechenden Gesetzesparagraphen an. In Windeseile und klammheimlich wurde die Revision beschlossen. Die Nachricht wurde erst vor kurzem durch das linke Wochenmagazin „Diario“ bekannt.
Kirche In, das internationale,
christlich-ökumenische Nachrichtenmagazin,
Wien, März 2003
Frauen können es auch im Vatikan zu etwas bringen. Das soll die Meldung suggerieren, wonach „zum ersten Mal im Vatikan eine Frau in eine höhere repräsentative Stellung berufen worden ist.“ Die italienische Professorin Letizia Pani Ermini wurde zur Präsidentin der Päpstlichen Akademie für die Archäologie ernannt.
Ja, die neue Kirchenzeitung, Paudorf NÖ, 18.5.2003
Nach Ansicht des Wiener Weihbischofs Helmut Krätzl hat die katholische Kirche nach wie vor ein Problem mit der pluralistischen Gesellschaft.
Statt diese Gesellschaftsform als Herausforderung zu begreifen, werde sie eher als Bedrohung empfunden, so Krätzl in München. Es herrsche derzeit als Grundstimmung die Angst vor. So würden heute vorausdenkende Theologen für ihre Ansätze eher gemahnt; dagegen hätten sich beim Zweiten Vatikanischen Konzil (1962 bis 1965) die Bischöfe mit den Anliegen der jungen Theologen auseinander gesetzt, mit denen sie nach Rom gereist waren.
Ja, die neue Kirchenzeitung, Paudorf NÖ, 18.5.2003