Leserbrief
von „Lebe“ abgelehnt
Neue
Chancen für Priester und Ordensberufungen
Der
nachfolgende Leserbrief von mir wurde in der Zeitschrift „Lebe“ der Bewegung
für das Leben Südtirol mit folgender Begründung nicht abgedruckt: Mir würden
ohnehin in der Presse viel Raum und Möglichkeiten zur Darlegung meiner
Meinungen zur Verfügung gestellt.
Das
scheint mir kein ausreichendes Argument zu sein. Leserbriefe sind eine freie
Meinungsäußerung, die in unserer Gesellschaft wohl jeder und jedem zusteht.
Schade, dass die Mitglieder der Redaktion der Zeitschrift „Lebe“ diesbezüglich
anscheinend eine andere Auffassung haben.
Da
mir der Inhalt des Leserbrief wichtig ist, sei er hiermit veröffentlicht.
Robert
Hochgruber
Im
Artikel „Neue Chancen für Priester- und Ordensberufungen“ (Lebe 55/2001 )
wird erklärt, dass „manche führenden Köpfe von kirchenkritischen Gruppen
ehemalige Berufene“ seien. Sie würden nun versuchen, sich für Reformen in
der Kirche einzusetzen, um ihre Berufung ausüben zu können. Sollte der Autor
Peter Egger auch mich gemeint haben, stimme ich ihm zu. Die Kirchenleitung
sollte all jenen, die zu einer Aufgabe, einem Amt, einem Dienst in der Kirche
berufen sind, auch die Möglichkeit geben, diese auszuüben. Jemand kann nämlich
zum Priestertum und auch zur Ehe berufen sein. Damit dürfte Peter Egger wohl
nicht einverstanden sein, aber ich bitte es trotzdem zu bedenken.
Robert
Hochgruber, Tschötsch
- 11.12.2001