Es ist erfreulich, 

 ... dass  die Schirennkäuferin Isolde Kostner Ihr Olympiamedaille, sowie ihren Olympiaanzug zugunsten von Amnesty International versteigern ließ und das Geschenk, das sie von der Gemeinde als Anerkennung ihrer Leistungen, erhielt – es waren 3.500 Euro – dem Vinzenzverein als Spende zukommen ließ. „Mit dem Geld unterstütze ich den Kampf gegen die Menschenrechtsverletzungen, gegen die Folter und Qualen, welche Menschen erleiden müssen. Und ich bin auch grundsätzlich gegen die Todesstrafe. ... Ich glaube, dass bekannte Menschen sich leichter tun, auf gewisse Missstände aufmerksam zu machen.” Aber es sei auch Aufgabe eines jeden Menschen. beonte Isolde Kostner.

Tageszeitung,  13.3.2002

 ... dass  Bischof Wilhelm Egger im diesjährigen Fastenhirtenbrief darauf hinwies, dass „innerhalb der katholischen Kirche bislang keine allgemein befriedigende Regelung in der Frage des Kommunionempfangs für wiederverheiratete Geschiedene gefunden“ wurde. „Die Lösung sollte der Weisung Jesu über die Ehe und seinem Aufruf zur Barmherzigkeit sowie der Sehnsucht der Gläubigen nach der vollen Mahlgemeinschaft in der Kirche entsprechen.“ Die von der Diözesanleitung herausgegebene Handreichung für das Gespräch mit wiederverheirateten Geschiedenen ist allerdings laut Betroffenen unzureichend.

. dass der Pfarrgemeinderat von Schenna eine Initiative zur Belebung der Sonntagskultur gestartet hat. „Wir halten den Sonntag, damit der Sonntag uns hält“ ist das Motto eines Aufklebers. Josef Klotzner, PGR-Präsident und Religionslehrer meinte, es gehe nicht darum zu klagen, sondern die schönen Seiten des Sonntags hervorzuheben und ihn nicht auf den Gottesdienstbesuch zu reduzieren. Der Sonntag könne uns die Augen für die schönen Seiten im Lebens öffnen und Freiraum geben für die Einzelnen, für die Gemeinschaft und für Gott, betonte Pfarrer Alois Profanter.

Kath. Sonntagsblatt, 31.3.2002

 ... dass  in einer Anfrage im diözesanen Pastoralrat darauf hingewiesen wurde, dass bei einer Neubesetzung des Amtes für Religionsunterricht und Katechese eine Frau bzw. jemand der Laie ist, die Funktion bekleiden sollte. Derzeit sind auf Südtirolebene 73 % Frauen im Religionsunterricht tätig.  85 %  der 334 deutschen und ladinischen ReligionslehrerInnen sind Laien. Auch die außerschulische Katechese wird zum überwiegenden Teil von Frauen getragen.

 ... dass Peter Plattner auf die “Unvereinbarheit von Pulverdampf und Weihrauch” hingewiesen hat und sich damit in dieser “gewaltgeschwängerten Zeit” gegen die Gewehrsaven der Schützen bei liturgischen Feier und die Mitnahme der Gewehre in die Kirche ausgesprochen hat.

Dolomiten, 13./14.4.2002

Es ist bedauerlich,

... dass  dass in der Auseinandersetzung um den Standort für einen Sinti Wohnplatz in der Nähe der Gemeinde Burgstall alte Vorurteile aufgewärmt wurden. Bereits die Bezeichnung Zigeuner und der Begriff eines Lagers stellen eine Abwertung dar. Die Gemeinschaft der Sinti wurde als Problem angesehen ähnlich wie eine Kläranlage. „Auch wir sind Menschen, wir tun keinem etwas zu Leide, sondern wollen einfach nur leben“ betonte Luigi Herzenberger, der Vorsteher der Sintigemeinschaft. Seit er denken könne, wohne und arbeite er in Meran und seine Kinder würden dort zur Schule gehen.

Tageszeitung, 6.2.2002