Es
war viel los im Jahr 2000
Jahresbericht
des Vorstandes der Initiativgruppe
In zwei Versammlungen Anfang des Jahres Konstituierung der Initiativgruppe für eine lebendigere Kirche als Verein mit eigenen Statuten, Mitgliedern, Fördernden und SpenderInnen. Inzwischen ist die Zahl auf etwa 170 Personen angewachsen. Wahl des Vorstandes und des Vorsitzenden.
Der Vorstand hat sich im Jahr 2000 zu 8 Sitzungen getroffen.
Stellungnahme zur Vergebungsbitte des Papstes am 12. März 2000: Mutiger Schritt des Papstes – neues Verhalten der Kirchenleitung unumgänglich. Teilnahme von Robert Hochgruber an der RAI Sendung „Runder Tisch“ mit dem Thema: Kirche im Wandel – Kniefall des Papstes?
Aussöhnung mit den Hutterern als konkreter Beitrag zum Heiligen Jahr gefordert: Bischof Wilhelm Egger und Landeshauptmann Luis Durnwalder wird das Anliegen vorgetragen. Gemeinsam mit Freien evangelischen Gemeinden und der Evangelischen und Alt-katholischen Kirche wird versucht, ein ökumenisches Gebetstreffen zu planen. Trotz Zusagen muss alles verschoben werden. Am 25. Februar 2001 (465 Todestag von Jakob Hutter) weist der Vorstand erneut auf die Notwendigkeit eines Versöhnungszeichens hin.
Am 12. Mai 2000 in Bozen Konzert der Liedermacherin Claudia Mitscha-Eibl und Vortrag der Theologin Martha Heizer zum Frauenherdenbrief.
Drei Ausgaben der Zeitschrift „Impulse von unten“ (inzwischen umbenannt in „Impulse für eine Kirche in Freiheit und Vielfalt“): Information, Geschichten, Spiritualität, Entwicklungen, Berichte, Meinungen ....: Februar 2000, Mai 2000, Dezember 2000
Aufruf zur Laienpredigt 13./14. Mai 2000
Stellungnahmen zu kirchlichen Fragen in den Medien und in der Öffentlichkeit, Briefe und Gespräche auch am Telefon, Mitarbeit beim Stammtisch des Katholischen Forums, Mitarbeit in der diözesanen Kommission für die Überarbeitung der Pfarrgemeinderatsstatuten.
Treffen mit den VertreterInnen der Kirchenvolksbewegungen von Deutschland und Österreich in Rosenheim unter dem Motto „Wie die Mäuse den Elefanten bewegen“, Mitarbeit in der internationalen Bewegung „Wir sind Kirche“ International Movement We are Church (IMWAC).
Internetseite www.we-are-church.org/suedtirol Inhalt: Ausgaben der Impulse, Presseaussendungen, Archiv, Gästebuch, Links zur internationalen Kirchenvolksbewegung. Betreut wird die Seite von Francesco Agnoli.
Stellungnahme zu den diözesanen Leitlinien der Pastoral 2000 – 2005 „Gute Absichten – brennende Probleme kaum angesprochen – keine weitreichenden Vorschläge“ 10.5.2000
Stellungnahme zur neuen flexiblen Handhabung des Pensionsalters der Dekane „Priestermangel hinausgeschoben, nicht gelöst – Wahl der Dekane durch Priester und PGR Vorsitzenden gefordert“ 24.6.2000
Solidaritätserklärung mit Wiederverheiratet-Geschiedenen nach vatikanischer Bekräftigung des Ausschlusses diese Personengruppe vom Kommunionempfang – heuchlerische Haltung der römischen Kirchenleitung. 8.7.2000
Bedauern über die Bekräftigung der Aussagen in der Erklärung „Dominus Jesus“ durch Johannes Paul II. „Schaden für die Ökumene – dennoch Hoffnung auf Einheit“. 3.10.2000
„5 Jahre Kirchenvolksbegehren – Reformen notwendiger denn je“ Hinweis auf das fünfjährige Jubiläum der Unterschriftensammlung mit 18.284 Unterstützenden. 17.12.2000
Am Beginn des Jahres 2001 Vorschlag einer Kirchenvolksanwaltschaft an den Bischof, den deutsch- und italienischsprachigen Pastoral- und Priesterrat, das Katholische Forum mit seinen Mitgliedsverbänden und die Consulta delle aggregazioni laicali und die Öffentlichkeit. 15 Persönlichkeiten unterstützen das Anliegen. Positive Reaktionen von vielen Mitgliedern der Kirche. Abwartende bis ablehnende Reaktionen von der Kirchenleitung, von Gremien und teilweise von den Verbänden. Vorstellung der Idee in Deutschland, Österreich sowie bei ADISTA (italienische kritische katholische Presseagentur) in Rom.