Gott hat nach den Worten von Papst Johannes Paul II. nicht nur eine väterliche, sondern auch eine mütterliche Seite. Er vereinige in sich auch "Eigenschaften, die üblicherweise der mütterlichen Liebe zugeordnet werden", sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche nach italienischen Presseberichten vom Donnerstag. Ähnlich hatte sich bereits sein Vorgänger vor über 20 Jahren geäußert.Johannes Paul verwies auf Textstellen in der Bibel. Zwar gebe es nur wenige Passagen im Alten Testament, in denen sich Gott mit einer Mutter vergleiche, aber diese seien "außerordentlich bedeutsam".
Als Beispiel nannte er das Buch Jesaja. Die Vorstellung "Gott ist Vater und Mutter" gehe auf frühchristliche Zeiten zurück, heißt es. Soziale und kulturelle Einflüsse hätten in der Folge allerdings den männlichen Teil überwiegen lassen.
Deutsche Presse Agentur 21.1.1999
Das von Papst Johannes Paul I in seiner nur 33 tägigen Amtszeit
dargelegte Konzept, Gott sei Vater und Mutter zugleich, ist von seinem
Nachfolger, Johannes Paul II. bei einer Audienz vor Tausenden vonPilgern
wieder aufgenommen worden. Eine so göttliche Vaterschaft, die
gleichzeitig in ihrem Ausdruck so menschlich ist, beinhaltet in sich
auch die Wesensmerkmale, die gewöhnlich der Mutterliebe vorbehalten
sind, sagte der Papst. Er verwies auf das Alte Testament, wo im Buch
Jesaja zu lesen ist: Der Herr hat mich verlassen. Vergißt vielleicht
eine Frau, ohne sich zu rühren, ihres Kindes an ihrer Brust? Auch wenn
es eine Frau geben sollte, die dich vergessen sollte, werde ich dich nie
vergessen.
Diözesanbischof Wilhelm Egger weist in seinem neuesten Buch ...wie
der Herr uns zu beten gelehrt hat (Weger Brixen 1998) auf die heutige
Sehnsucht nach einem mütterlichen Gott hin. Wir lernen heute immer mehr,
nicht nur den väterlichen, sondern auch den mütterlichen Gott zu sehen
schreibt Bischof Egger. Er verweist auf den Buddhismus, bei dem der Gott
der Barmherzigkeit ein Frauenantlitz trage. Frauen, die viel erdulden
müssen, könnten so leichter Gott ihr Leid klagen. Mit dem Hinweis, daß
das bibliche Gottesbild ... zwar patriarchalisch geprägt sei, daß es
aber auch viele Hinweise auf die Mütterlichkeit Gottes (vg. Jes 49,15;
66,13; Hos 11,1-4) gäbe, schließt Bischof Egger. (S. 36).
Dall'intervista con Don Franco Peradotto, vicario generale di Torino Si potrebbe dire anche Mamma Nostra?Questo è anche bello. Quando si dice padre si dice anche madre, a condizione che il padre non lo si mascolinizzi e madre non lo si femminilizzi troppo. Ed in effetti Dio creò l'uomo, poi, si dice, maschio e femmina, ma l'umanità all'inizio non aveva tali distinzioni.
Sono tutte considerazioni importanti che però non devono emergere tanto all'interno della scuola teologica, quanto nella scuola spirituale.Una riconciliazione degli affetti, insomma fondati sulla consapevolezza di essere tutti figli dello stesso Padre-Madre. Questo è un altro importante stimolo da portare alla riflessione del grande Giubileo del 2000.
Il Segno
12 dicembre 1998