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Islamische Feministinnen

Während in Deutschland die Arbeitsgruppen der von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble geleiteten Islamkonferenz die Arbeit aufnehmen, endete in Barcelona der Zweite Internationale Kongress islamischer Feministinnen. „Islam und Gewalt sind nicht miteinander zu vereinbaren“, heißt es in der Schlusserklärung.
Angeprangert wird von den Musliminnen die Gewalt, die im Islam gegen Frauen ausgeübt wird. „Frauenfeindliche Familienregeln in der muslimischen Gesellschaft sind nicht das Werk Gottes, sondern das der Menschen“, erklärte Frauenaktivistin Abdennur Prado. Der Koran werde viel zu oft „diskriminierend ausgelegt”.

Publik-Forum, Nr. 23 1.12.2006


Wahre Toleranz

Dolomiten: In einem Kindergarten wurde angeblich das Wort "Jesus" aus den Weihnachtsliedern verbannt. Wie viel Rücksicht auf Andersgläubige ist notwendig?
Johannes Noisternigg: Menschen anderen Glaubens sind als kulturelle Bereicherung anzusehen. Sie sollten uns aber auch dazu animieren, unseren Glauben zu vertiefen und aufzufrischen. Wahre Toleranz bedeutet, sich zu (er)tragen, aber nicht sich zu verstecken. Das bedeutet, wir müssen unseren Glauben mit all seinen Symbolen weiter offen leben. Sonst verlieren wir unsere Identität.

Dolomiten 27./28.1.2007


Altersvorsorge garantieren

Dolomiten: Was schlagen sie als Altersvorsorge für das Elternteil, das zu Hause bleibt und die Kinder erzieht, vor?

Maria Kußtatscher: Vor kurzem erfuhr ich, dass ein Platz im Kinderhort etwa 900 Euro im Monat kostet; das Land zahlt gut die Hälfte. Da stellt sich die Frage: Warum bekommen Eltern, die bei den Kindern daheim bleiben, nur eine Kleinigkeit? Wäre es nicht vernünftig, sie auch so gut zu unterstützen, damit sie sich wenigstens eine Altersvorsorge leisten können? Zudem ist die steuerliche Belastung für .Familien noch zu hoch. Zumindest das Lebensminimum für jedes Familienmitglied sollte von der Steuer abgeschrieben werden können. Und warum nicht auch die Ausgaben für ein Studium?

Dolomiten, Februar 2007


Rahmenbedingungen für Familien

Das Um und Auf ist für Toni Fiung die Schaffung der Rahmenbedingungen, damit Eltern Erwerbstätigkeit und Familie unter einen Hut bekommen. Mit dazu zählt für Fiung, dass Angestellte in der Privatwirtschaft in Sachen Elternschaft gleich behandelt werden, wie die Beamten der öffentlichen Verwaltung. Dazu müsse allen Eltern, die in den ersten drei Jahren zu Hause bei ihren Kindern bleiben wollen, die Pensionsversicherung mit Steuergeldern weiterbezahlt werden. "Ich will endlich eine entsprechende Kostenrechnung dafür", fordert Fiung. Eine solche hatte die Landeshauptmann Luis Durnwalder bereits im Juli versprochen.

Dolomiten, 30./31.12.2006/1.1.2007


Europas größte Minderheit ohne Rechte

Graz (APA) - Die Situation der Sinti und Roma ("Zigeuner") in Europa verbessern: Das ist. das Ziel eines Komitees aus 40 Personen, das sich in Graz zusammengefunden hat. Es sei "beschämend", dass die EU "bisher nicht in der Lage war, ihre größte Minderheit, nämlich die Roma und Sinti, rechtlich und sozial an den Grundwerten und -rechten teilhaben zu lassen", heißt es in einer Aussendung des Komitees; auf Basis der Menschenrechte sollen Zeichen für eine gesamteuropäische Solidarität gesetzt werden. Die Initiative plant einen Kongress, der die Situation der Roma und Sinti beleuchtet und Wege aus der Armut weisen soll. Dem Komitee gehören Bischof Egon Kapellari (Graz), der frühere Landeshauptmann Josef Krainer und Caritas-Präsident Franz Küberl an.

Dolomiten, 10./11.2.2007


Entschuldigung für Sklavenhandel

Genf/London (APA/dpa) - Der Weltkirchenrat hat Europas Regierungen zu einer formellen Entschuldigung für den Sklavenhandel aufgefordert. "Menschen afrikanischen Ursprungs in Afrika selbst und in der Diaspora warten auf eine Entschuldigung der europäischen Staaten und auf ein klares Eingeständnis ihrer Beteiligung" an der Sklaverei, erklärte Samuel Kobia, Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen. Aus Anlass des 200. Jahrestages der Abschaffung des atlantischen Sklavenhandels, der am 25. März begangen wurde, würdigte Kobia, dass der britische Premierminister Tony Blair den Mut gehabt habe, "an diesen tragischen Teil der Kolonialgeschichte zu erinnern".

Dolomiten, 24./25.3.2007