Leitbild

der Initiativgruppe "Für eine lebendigere Kirche"

Das neue Logo der Initiativgruppe

Initiativgruppe "Für eine lebendigere Kirche"

Gruppo di Iniziativa "Per una Chiesa più umana"

Grup d'iniziativa "Por na dlijia plü via"

WER SIND WIR?

Wir sind eine Gruppe mündiger Christinnen und Christen. Person und Botschaft Jesu bilden  die Grundlage unseres Denkens und Handelns. Die Urkirche ist uns Beispiel und Auftrag.

Wir verstehen uns als kritisches Ferment innerhalb der römisch-katholischen Kirche. Ihre Erneuerung und Reform im Sinne des II. Vatikanischen Konzils ist unser Anliegen und zwar in Richtung einer geschwisterlichen Kirche in Freiheit und Vielfalt.
Vor allem in unserer Diözese wollen wir Denk- und Reformprozesse anstoßen. Wir bieten uns an als Sprachrohr für alle, die mit der gegenwärtigen Situation der Kirche unzufrieden sind bzw. die Heimat in ihr verloren haben.

ENTSTEHUNG

Die Initiativgruppe für eine lebendigere Kirche entstand im Herbst 1995, angeregt durch das Kirchenvolksbegehren in Österreich und Deutschland. In Südtirol wurden Christinnen und Christen aufgerufen, die fünf Forderungen nach einer Reform der Kirche zu unterschreiben. Dabei wurden 18.284 Unterschriften gesammelt. Weltweit waren es über 2,5 Millionen. Es kam zum Zusammenschluss dieser internationalen Bewegung unter der Bezeichnung: „Wir sind Kirche – International Movement We are church (IMWAC). Die Südtiroler Bewegung ist Gründungsmitglied.

Der Vorstand hat sich in einem längeren Prozess mit der Frage befasst, wo wir als Initiativgruppe derzeit stehen, welche Ziele wir verfolgen und wie wir sie umsetzen wollen. Das Ergebnis ist das Leitbild, verabschiedet am 20.1.2006. Es ist eine Ist-Aufnahme, die natürlich weiterentwickelt werden soll. Für die Umsetzung braucht es Überzeugung, Motivation und Mitarbeit. Darum ersuchen wir.

Für den Vorstand  Robert Hochgruber

ZIELE

  1. Wir streben die schrittweise Umsetzung der folgenden fünf Punkte des Kirchenvolksbegehrens aus dem Jahre 1995 an:
  2. Aufbau einer geschwisterlichen Kirche. Mehr Demokratie und Mitentscheidung aller Gläubigen.
  3. Volle Gleichberechtigung der Frauen. Auch für sie Zugang zu allen kirchlichen Ämtern.
  4. Freie Wahl zwischen zölibatärer oder ehelicher Lebensform für alle, die sich in den Dienst der Kirche stellen.
  5. Positive Bewertung der Sexualität. Respekt vor der Gewissensentscheidung der Menschen, wie sie ihre Sexualität in Partnerschaft leben wollen.
  6. Verkündigung als Frohbotschaft statt Drohbotschaft.

UMSETZUNG

Der Vorstand der Initiativgruppe trifft sich regelmäßig, um die Anliegen des Kirchenvolksbegehrens voran zu bringen, die Entwicklung in der Diözese kritisch zu begleiten und Vorschläge zur Erneuerung der Kirche einzubringen.

Der Vorstand sucht den Dialog mit der Diözesanleitung, mit den kirchlichen Verbänden und mit den zahlreichen Menschen, die den Wunsch nach einer lebendigeren Kirche in sich tragen.

Weitere Schritte: Dreimal jährlich die Publikation der Zeitschrift „Impulse für eine Kirche in Freiheit und Vielfalt“, jährliche Vollversammlung, Einladung von Referentinnen und Referenten, monatliche Liturgiefeier, Presseaussendungen zu aktuellen Anlässen.