10 Jahre für eine lebendigere Kirche
10 Jahre Kirchenvolksbegehren Genau vor 10 Jahren fand in Südtirol das Kirchenvolksbegehren statt, durchgeführt von der Initiativgruppe für eine lebendigere Kirche. Viele Laien und Priester machten sich Sorgen um den Zustand der Kirche. Aus Unzufriedenheit mit dem Erscheinungsbild, verschiedenen Äußerungen und Strukturen der Kirche wurden Unterschriften für eine Reform der Kirche gesammelt. |
Warum die Mahnwachen in Bozen und Brixen? Wir sahen sonst keine andere Möglichkeit, die Kirchenleitung, Gläubige und sonstige Interessierte auf nach wie vor dringend notwendige Kirchenreformen aufmerksam zu machen. Wir werden kritisch und engagiert weiterarbeiten. Wann die Zeit für Veränderungen da ist, bleibt natürlich offen, ebenso wie das Bild der Kirche der Zukunft. Der Geist Gottes wird sich schon einen Weg bahnen. Vorstand der Initiativgruppe |
Folgende Forderungen wurden erhoben:
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Was ist seither geschehen? Die Anzahl der Unterschriften wurde Diözesanbischof Wilhelm Egger mitgeteilt mit dem Ansuchen, die Anliegen zu erörtern und schrittweise umzusetzen. Beides ist bisher nicht wirklich geschehen. Die Initiativgruppe versteht sich nach wie vor als kritisches Ferment innerhalb der Kirche und als Sprachrohr aller, die an der gegenwärtigen Situation der Kirche leiden. Der Vorstand ist bemüht, den Ruf nach Reformen wach zu halten und neue Vorschläge zur Verlebendigung der Kirche einzubringen. |
Eine Auswahl aus unseren bisherigen Vorschlägen: Einrichtung einer Kirchenvolksanwaltschaft, Versöhnungszeichen mit den Hutterern, Vertretung der Frauen im Konsultorenkollegium der Diözese, Unterstützung der Forderung nach Direkter Demokratie in Land und Gemeinden, ökumenischer Kirchentag für Südtirol, Wahl der Dekane durch Priester und Vorsitzende der Pfarrgemeinderäte,Stellungnahmen zu Äußerungen aus dem Vatikan, z.B. zu Liturgie, Homosexuellen, wie auch zum Seelsorgeplan und zu den Leitlinien der Diözese oder zur Handreichung für geschiedene Wiederverheiratete, Vorschläge für die Überarbeitung der Pfarrgemeinderatsstatuten. Das Partnerschaftsregister der Gemeinde Bozen wurde unterstützt, ebenso wie die Errichtung einer Kinder- und Jugendanwaltschaft. Die Jugendfirmung in Naturns wurde als Chance für eine persönliche Glaubensentscheidung und als neue Möglichkeit der kirchl. Jugendarbeit begrüßt. |
Folgendes haben wir getan: Vortragsabende mit Bischof Jacques Gaillot und dem Theologen und Psychotherapeuten Eugen Drewermann wurden organisiert, die Schriften von Alexander Langer zur Zukunft der Kirche veröffentlicht. Kritische Stellungnahmen gab es zum Pontifikat von Papst Johannes Paul II ebenso wie zur Wahl von Papst Benedikt XVI. Monatlich findet ein selbst gestalteter Gottesdienst in Brixen statt. Literarische Kreuzwege waren auf dem Programm, ebenso wie Tagungen zu verschiedenen Themen gemeinsam mit Bildungshäusern. |
Wir zeigten neue Wege auf: Bei der Aktion Weinberg erklärten sich 7 verheiratete Frauen und Männer bereit, sich weihen zu lassen, 1 verheirateter Priester war bereit, erneut eine Pfarrei zu leiten. Ein Aufruf zur Laienpredigt zu verschiedenen Anlässen bzw. wenigstens einmal im Jahr wurde immer wieder gestartet. Die Initiativgruppe gibt drei Mal pro Jahr die Zeitschrift „Impulse für eine Kirche in Freiheit und Vielfalt“ heraus, um Anregungen zu Religion und Spiritualität, sowie kirchenkritische Beiträge zu veröffentlichen. Sie ist kostenlos. An fünf Herdenbriefen der Plattform „Wir sind Kirche“ Österreich hat die Initiativgruppe mitgearbeitet und sie dann mit herausgegeben: Liebe – Eros –Sexualität, Macht – Geschwisterlichkeit in der Kirche, Zölibat – so nicht, Frauen schenken der Kirche Leben, Für ein Leben in Fülle – Frohbotschaft statt Drohbotschaft. |
Was haben wir auf internationaler Ebene getan? Die Initiativgruppe ist mit Reformgruppen aus 20 verschiedenen Ländern vernetzt und Mitglied der internationalen Bewegung „Wir sind Kirche – We are church“ IMWAC. Gemeinsam wurden Briefe an den Papst geschrieben und „Schattensynoden“ in Rom organisiert, Stellungnahmen verabschiedet. |
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Nun laden wir Sie ein, an einer Verlebendigung der Kirche mitzuarbeiten und bei der Verwirklichung der Anliegen des Kirchenvolksbegehrens mitzuwirken. Jede einzelne und jeder einzelne kann
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