Homo - Partnerschaften schützen
Tageszeitung: Sie kommen selbst aus dem katholischen Bereich. Wie haben Sie persönlich die Buttiglione-Aussagen aufgenommen?
Sepp Kußtatscher: Ich bin der Meinung, dass sehr viele Katholiken mit dieser Art der Verquickung von Kirche und Staat ihre liebe Not haben. Ich bin sicher, dass viele Katholiken oder Leute wie unser Paolo Renner sagen: Nein, das tragen wir nicht mit. Ich bin voll auf der Linie eines Paolo Renner, der sagt: Soviel Liberalität muss schon da sein.
Tageszeitung: Das heißt, Sie sind für Homosexuellen-Ehen?
Sepp Kußtatscher: Man muss differenzieren: Ich bin dafür, dass die verschienen Partnerschaften einen rechtlichen Schutz kriegen sollen. Ob ich diese Partnerschaften einer normalen Ehe gleichstelle, das ist eine andere Frage. Ich persönlich hätte nicht gerne den Begriff Ehe dabei. Aber dass diese Partnerschaften rechtlich zu schützen sind, davon bin ich voll überzeugt.
Tageszeitung, 14.10.2004, S. 3.
Die ff stellte kürzlich die Diplomarbeit der Boznerin Evi Ferrarini vor, die sich mit ausgewählten Lebensbereichen lesbischer Frauen in Südtirol befasst. In der empirischen Untersuchung wurden mittels Fragebogen 62 Südtiroler Lesben befragt. Hier die Meinungen zu Religion.
Während der Konflikt zwischen schwulen Männern und der Kirche vordergründig auf jenem der Homosexualität beruht, sind lesbische Frauen doppelt benachteiligt: Die offizielle Kirche lehnt gleichgeschlechtlich Liebende strikt ab und ist daneben auch noch frauenfeindlich. Dennoch gehören 70 Prozent der Südtiroler Lesben der katholischen Kirche an, die restlichen 30 Prozent verteilen sich auf evangelische Kirche, Naturreligionen und Atheismus.
Der Glaube spielt zwar bei vier von zehn Lesben eine Rolle, allerdings fühlen sich insgesamt nur 3,3 Prozent wohl in ihrer Glaubensgemeinschaft, an der diese aktiv teilnehmen. „Was ich von der Bibel weiß, so verurteilt diese die Homo-sexualität“, begründet eine Lesbe ihre Skepsis. „Daher weiß ich nicht, in welcher Weise ich mich dem für mich existierenden Gott, mit dieser seiner Schwierigkeit mir gegenüber, annähern kann.“
ff, Nr. 43, 21.10.2004, S. 44
Wichtig ist zu lieben, nicht die sexuelle Orientierung
Secondo l'ex Maestro Generale dei domenicani, p. Timothy Radcliffe, la Chiesa deve avere un atteggiamento di apertura verso gli omosessuali, deve “cercare la verità con loro e ascoltare la loro esperienza”. P. Radcliffe ha manifestato la sua opinione partecipando, il 9 e 10 ottobre, alla 34.ma edizione delle Giornate nazionali di Pastorale giovanile vocazionale, a Madrid, dove ha tenuto una conferenza sul tema “affettività ed eucaristia”. In un dialogo con i partecipanti all'assemblea, gli è stato chiesto di esprimersi sulla legalizzazione del matrimonio fra persone dello stesso sesso, questione di stretta attualità in Spagna, dove esiste una proposta governativa in questo senso (v. Adista n. 69/04). “Bisogna avere il coraggio di ascoltare i cristiani che sono omosessuali e sostenere gli omosessuali che vogliono amare”, ha detto p. Timothy. “La cosa più importante - ha aggiunto - non e il loro orientamento sessuale, ma la loro capacità di amare”.
Adista, 23.20.2004
Kanadische Verfassung garantiert Rechte für Homosexuelle
Der oberste Gerichtshof von Kanada hat kürzlich festgestellt, dass die kanadische Verfassung eheähnliche Rechte für gleichgeschlechtliche Partnerschaften befürworte. Zugleich wurde betont, dass keine Kirche gezwungen werden könne, homosexuelle Partnerschaften zu akzeptieren. Ministerpräsident Paul Martin, ein praktizierender Katholik, erklärte daraufhin, dass er nunmehr - obwohl er früher mit seinem Gewissen gehadert habe - die fundamentalen Menschenrechte für alle, vor allem für Minderheiten, vorsehen müsse. Das kanadische Parlament wird im Jahr 2005 über diese Fragen befinden.
Internet
Deutsches Kirchenvolk gespalten
Die Weihe eines homosexuellen Bischofs bei den Angli-kanern spaltet auch das deutsche Kirchenvolk: 40 Prozent der Katholikinnen und Katholiken würden eine Weihe Homosexueller zum Bischof begrüßen, 42 Prozent lehnen dies ab. Bei den protestantischen Kirchen wären 41 Prozent für einen homosexuellen Bischof, 38 Prozent sind dagegen. - Gene Robinson (56) wurde in einer feierlichen Zeremonie in Durham, US-Bundesstaat New Hampshire, von der US-Episkopalkirche im vergangenen November zum Bischof erhoben. Robinson gehe davon aus, dass „weitere Ernennungen folgen werden“ und Persönlichkeiten, die offen zu ihrer Homosexualität stünden, in verantwortungsvolle Positionen kämen.
Kirche In, 1/2004