Wir feiern Hoffnung

10 Punkte wider die Resignation

So antwortete die deutsche KirchenVolks-Bewegung im vorigen Jahr auf die Liturgie-Instruktion des Vatikans. Diese 10 Punkte wider die Resignation - gerichtet vor allem an die Gläubigen in den Pfarrgemeinden - sind nach wie vor aktuell und können gerade im heurigen Jahr der Liturgie neue Akzente in den Pfarrgemeinden setzten, ebenso wie Impulse für die im Oktober in Rom stattfindende Bischofssynode zum Thema Liturgie bringen.

  • Zeigen Sie sich als mündige Christinnen und Christen! Lassen Sie die liturgischen Aufbrüche, die mit dem Konzil begonnen haben, nicht zum Stehen kommen! Halten Sie den römischen Forderungen Ihre lebendige, aus spirituellen Erfahrungen und aus einem reifen Glauben gewachsene liturgische Praxis entgegen!

  • Weisen Sie in Ihrer Gemeinde darauf hin, dass die Liturgie nicht allein Sache der Bischöfe oder Priester ist, sondern dass sie den „ganzen mystischen Leib der Kirche angeht“ (SC 26)!
  • Setzen Sie sich weiterhin dafür ein, dass auch Nicht-Geweihte in der Eucharistiefeier predigen! Denn nirgendwo steht in den Konzilstexten, dass die Predigt während der Eucharistiefeier nur dem Priester vorbehalten ist (vgl. SC 35).
  • Pflegen und entwickeln Sie liturgische Formen, die durch Nicht-Geweihte getragen werden und von der Gemeinde angenommen werden!
  • Bleiben Sie nicht gleichgültig, wenn immer mehr Menschen, jüngere wie ältere, dem Sonntagsgottesdienst fern bleiben, weil ihnen die liturgische Sprache und die darin gebrauchten Formeln nichts sagend erscheinen und sie nur zu mehr oder weniger passiver Teilnahme verurteilt sind!
  • Nutzen Sie Möglichkeiten liturgischer Weiterbildung für ehrenamtliche und hauptamtliche Laien! Betreiben Sie in der eigenen Pfarrgemeinde oder zusammen mit anderen Gemeinden liturgische Weiterbildung, wenn aufgrund der Instruktion Fortbildungsseminare für Kommunionhelfer/innen und Wortgottesdienstleiter/innen eingeschränkt oder eingestellt werden sollten!
  • Danken Sie den Laientheologen und -theologinnen, den Pastoralassistentinnen und -assistenten und allen Ehrenamtlichen für ihren bisherigen Dienst in der Gemeinde und bitten Sie sie, wie bisher ohne Einschränkungen ihren Dienst weiter auszuüben in dem Wissen, dass die Gemeinde sie schätzt und braucht!
  • Fordern Sie alle Gemeindemitglieder auf, etwaige Kritik zuerst an den Pfarrgemeinderat, den Pfarrer oder den Liturgiekreis zu geben! Erst dann, wenn das kritisierende Gemeindemitglied mit der Behandlung seiner Klage unzufrieden ist, sollte eine höhere Instanz eingeschaltet werden.
  • Machen Sie den Priestern Mut, dass sie sich nicht einschüchtern lassen von Drohungen und Denunziationen, zu denen die Instruktion auffordert! Erweisen Sie Ihre Solidarität, wenn es zu bischöflichen Abmahnungen kommt und legen Sie Widerspruch ein!
  • Fordern Sie Ihren Bischof auf, in Rom gegen die Instruktion zu protestieren und größere Freiheiten für die Ortskirchen zu fordern! Denn „der Diözesanbischof ... ist in der ihm anvertrauten Ortskirche Leiter, Förderer und Wächter des gesamten liturgischen Lebens.“ (Liturgieinstruktion Nr. 19)
  • Nicht Schweigen sondern Reden, nicht Resignieren sondern Handeln!

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