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Anglikaner bekunden Willen zur Zusammenarbeit
Die Anglikaner haben ihren Willen zur Vertiefung der Ökumene mit der römisch-katholischen Kirche bekräftigt. In einer in Canterbury verabschiedeten Erklärung begrüßten die Erzbischöfe der anglikanischen Kirche ausdrücklich eine im Vorjahr geschaffene neue katholisch-anglikanische Arbeitsgruppe. „Wir ermuntern unsere Provinzen und Kirchen, diese neue Etappe auf dem Weg zu einer vollen und sichtbaren Einheit zwischen der römisch-katholischen Kirche und der anglikanischen Gemeinschaft zu unterstützen", heißt es in dem Dokument, das von 35 der 38 Bischöfen verabschiedet wurde.
Katholiken und Anglikaner führen ihren ökumenischen Dialog seit 1970. Bischöfe beider Kirchen hatten sich im Mai 2000 in Kanada darauf geeinigt, parallel dazu eine neue Arbeitsgruppe zu gründen.
St. Antoniusblatt Nr. 1 – Jänner 2003
Prozedur der "Ent-Taufung" in Italien"
Die italienische Bischofskonferenz hat eine Prozedur festgelegt, die für jene Christen Anwendung finden soll, die aus dem Taufbuch gestrichen werden wollen. Obwohl der Garant für die Privacy; Stefano Rodom, der Kirche zu Hilfe geeilt war und festgelegt hatte, dass man eine Taufe nicht rückgängig machen könne, will die Kirche die Freiheit jener respektieren, die sich aus dem Taufbuch streichen lassen wollen. Eine kleine Bewegung, die „Associazione per lo sbattezzo", Vereinigung für die Enttaufung, kämpft seit Jahren für dieses Recht. Nun haben die Bischöfe bei der Sitzung der Bischofskonferenz im November 2002 in Umbrien die Richtlinien festgelegt. Wie Kardinal Camillo Ruini und Mons. Eduardo Davino erklärten, genüge es, ein Formular auszufüllen, das in allen Pfarreien aufliege, mit welchem der Antrag auf Streichung gestellt wird. Dieser Antrag müsse in einem Einschreibebrief an das Pfarramt gesandt werden. Der Bischof der Diözese, in der man getauft wurde, wird dann den Pfarrer ermächtigen, dass im Taufbuch der Satz „nicht mehr katholisch" angeführt wird. Der Enttaufte wird dann mit Einschreibebrief auch über die Folgen und die kanonisch-theologischen Auswirkungen der Maßnahme unterrichtet.
Neue Südt. Tageszeitung, 23./24.11.2002, S.8.
Zum Fest der Liebenden fällt nicht nur den Gärtnereien etwas ein: Das Gesprächszentrum „Der Brunnen" im Innsbrucker Einkaufstempel „dez" bot am Valentinstag (14. Februar) von 9 bis 19 Uhr Segensfeiern für Verliebte an. Eingeladen waren Eheleute, unverheiratete Paare und Menschen, die nach der Scheidung in neuer Beziehung leben; „Beziehung gelingt nicht von selbst. Sie braucht auch Gottes Segen", sagt der Priester und „Brun-nen"-Leiter Gebhard Ringler.
Nach:Dolomiten, 12.2.2003
Alltäglicher Dialog in Diözese nötig
„Wir haben viel Dialog nach außen geübt, aber der Dialog innerhalb der Kirche scheint mir da und dort noch mange1haft zu sein, weil die tiefe Kenntnis dessen, was das Geheimnis der Kirche ist, noch nicht recht erfasst wurde." Das sagte der neue Salzburger Erzbischof Alois Kothgasser im Interview mit der österreichischen Zeitung „Die Presse". Er denke dabei nicht mehr an große äußere Dialogveranstaltungen, sondern eher an den konkreten alltäglichen Dialog auf den verschiedenen diözesanen Ebenen: „Der scheint mir weniger auffällig, aber effektiver als große Diskussionsveranstaltungen zu sein."
Dolomiten, 13. Jänner 2003
Ökumene: Enzyklika zum Abendmahl
Papst Johannes Paul II. plant eine Enzyklika zum katholischen Eucharistieverständnis, die möglicherweise noch in diesem Frühjahr veröffentlicht wird. Ein Mitarbeiter der Nuntiatur in Berlin bestätigte auf Anfrage einer Zeitung, es sei in "nicht allzu ferner Zeit" mit einem solchen hochrangigen Lehrschreiben zu rechnen. Vor dem Ökumenischen Kirchentag, der am 28. Mai in Berlin beginnt, wäre die Enzyklika eine gewichtige Positionsnahme in der Diskussion um eine Abendmahlsgemeinschaft.
Dem Vernehmen nach sollen bei der Erarbeitung des Dokuments auch evangelische Theologen informell zu Rate gezogen werden. Damit wolle man vermeiden, dass es wie im Fall von "Dominus Iesus" (1999) oder "Communio Sancto-rum" (2000) zu ökum. Verstimmungen komme, hieß es aus Kreisen der Evangelischen Kirche in Deut-schland (EKD). Erst am 17. Januar hatte die EKD eine "Orientierungshilfe zu Verständnis und Praxis des Abendmahls" veröffentlicht, die auf das Problem der eucharistischen Gastfreundschaft eingeht.
Die erwartete Enzyklika dürfte die eucharistische Frömmigkeit ins Bewusstsein rücken und die Bindung der Eucharistie an die Weihe unterstreichen, mutmaßt der Tübinger Dogmatiker Peter Hünermann. Man werde "mit einer Öffnung sehr vorsichtig sein". Er halte allerdings für möglich, dass mit Blick auf die Ökumene der Rat zur Förderung der Einheit der Christen unter Kardinal Walter Kasper an der Formulierung des Schreibens beteiligt werde.
Berlin, Jänner 2003 (nov)