Friede, nicht Krieg

Engagement muss weitergehen

Nun ist das eingetreten, was viele von uns befürchtet haben: dieser sinnlose und ungerechtfertigte Krieg gegen den Irak, d.h. gegen die Menschen im Irak hat begonnen. Als Erstes habe ich getrauert. Getrauert darüber, dass das Engagement für den Frieden von so vielen Seiten und von so vielen Menschen nicht die erhofften Früchte getragen hat. Aber war es umsonst?

Nein, keineswegs. Nie und nimmer! Es war herrlich zu sehen, wie viele Menschen rund um den Erdball sich für den Frieden bewegen ließen. Noch nie soll so etwas da gewesen sein. (Siehe S. 2) Das trägt langfristig Früchte, gleichgültig, ob der Krieg verhindert werden konnte oder nicht. Natürlich dürfen und sollen wir jetzt nicht stehen bleiben. Es gilt, immer wieder die Stimme gegen diesen schrecklichen Krieg zu erheben und für eine Welt des Friedens, der Gerechtigkeit, des Wohlergehens aller einzutreten.

Wie sagte die Verkäuferin im Welt Laden, als ich die dritte Friedensfahne kaufte? (Die anderen hatte ich weitergeschenkt.) Die Friedensfahne sollte immer draußen hängen, denn es gibt immer einen Anlass, für Frieden einzutreten. Wie wahr! All die anderen Kriege und Ungerechtigkeiten auf der Welt sollten nicht vergessen werden und wir sollten unseren Lebensstil so ausrichten, dass alle überleben können. Vor unserer Nase steht eine Fabrik, die Panzerfahrzeuge herstellt: die Iveco in Bozen. Zivile Güter könnten und sollten hergestellt werden. Die öffentliche Unterstützung sollte davon abhängig gemacht werden! Und das friedliche Zusammenleben der Volksgruppen ins Südtirol? Nach dem Volksbegehren zum Ex-Friedensplatz in Bozen ist es etwas angekratzt. Eine Werkstatt für Frieden und Gewaltfreiheit ist in Südtirol geplant: WELA genannt. Sie könnte eine Art Institut sein, das die Bedingungen für den Frieden auf lokaler Ebene untersucht und fördert, sowie Gemeinden und Institutionen diesbezüglich berät. Wie notwendig wäre das gerade jetzt!

Also bleibt trotz dieses abscheulichen Krieges im Irak oder gerade deswegen noch viel zu tun.

Robert Hochgruber