Es ist höchste Zeit

Ein neues Anforderungsprofil für Bischöfe

Am 4. November 2001 haben sich mehr als 100 Christinnen und Christen, Laien und Kleriker, zur ersten Österreichischen Kirchenvolks-Konferenz in Wien getroffen. Es sollte ein neues Anforderungsprofil für Bischöfe erstellt werden. Impulsreferate von Univ. Prof. Paul M. Zulehner, dem Initiator der Kirchenvolksbegehrens Thomas Plankensteiner und zwei Pfarrern standen am Beginn. In Workshops wurden Aufgabenbereiche, Wahlmodus und Amtsdauer, Anforderungsprofil, äußeres Erscheinungsbild und Zeremoniell sowie Dezentralisierung und Vollmacht der Bischöfe besprochen. Als Ergebnis wurden bei der Kirchenvolks-Konferenz mit großen Mehrheiten  folgende Beschlüsse gefasst:

·    In vielen Gruppen und Gemeinden ist leider der Eindruck entstanden, seitens der Kirchenführung nicht wirklich dialogbereit gehört zu werden. Wir appellieren an die Bischöfe, zu „hören, was der Geist den Gemeinden sagt“ (vgl. Offb 2,7) und den Dialog mit den konstruktiven Kritikern zu suchen. Die Bischöfe sollen auch jene Auffassungen und Bedürfnisse der Diözesanen an die vatikanischen Gremien weiterleiten, von denen sie selbst nicht überzeugt sind. Der Bischof soll sich dessen bewusst sein, dass er mehr als ein „Sprachrohr Roms“ ist.

Abschließend wurden die Mitglieder der Österreichischen Bischofskonferenz ersucht, persönlich diesen Anforderungen so nahe wie möglich zu kommen, und bei der Suche allfälliger Bischofskandidaten streng auf die darin ausgedrückten Kriterien zu achten, und diese Kriterien auch gegenüber dem Vatikan zu vertreten.

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