Blitzlichter
Wir freuen uns,
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dass es sich in Südtirol trotz der aussichtslosen politischen
Weltlage einige couragierte Mitbürger und Mitbürgerinnen nicht nehmen
ließen, ihren Einsatz für den Frieden auszudrücken. Sibylle Tezzele,
Irene Senfter und Hubert Fischer fanden die Situation zum Schreien und
ließen deshalb mit anderen Gleichgesinnten einen Aufschrei für den
Frieden vernehmen bei den Weihnachtsmärkten in Bozen, Meran und Brixen.
Zustimmung, Unverständnis, Ablehnung waren die Reaktionen. Zumindest
war die Bedeutung des Friedens bewusst geworden. Ein Mann ging regelmäßig jeden Tag eine Stunde lang in Bozen durch den Weihnachtsmarkt und die Stadt mit dem Schild "Stop WAR", "Stoppt den Krieg." Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten .... werden das Angesicht der Welt verändern. |
| ... dass am Weltaidstag, dem 1. Dezember in der Evangelisch-Lutherischen Christuskirche in Bozen ein alt-kath. Gottesdienst mit und für HIV- und Aidskranke unter dem Thema "Hoffnung machen trotz Aids" stattfand. Karin Leiter, eine alt-katholische Priesterin, leitete die bewegende Feier. |
| ... dass der Gemeinderat von Barbian unter Bürgermeister Isidor Puntajer die Sitzungsgelder der Gemeinderäte Vereinen zukommen ließ: dem Chor von Kollmann zum Ankauf eines Klaviers und dem Bildungsausschuss Barbian für das Dorfbuch. Priorität im Gemeindehaushalt wurde der Realisierung von "geistigen Treffpunkten" eingeräumt. Gemeint war der Umbau von Bibliotheken. Mit einer Diapräsentation über gesellschaftliche und kulturelle Eindrücke, Projekte, die realisiert wurden und Landschaftsbildern wurde das Jahr im Gemeinderat abgeschlossen. "Denn es gab vergangenes Jahr herrliche Sonnenaufgänge" kommentierte Puntajer laut Tageszeitung vom 5./6.1.2002. |
| ... dass sich der Fraktionssprecher der SVP Oswald Ellecosta in der RAI - Sender Bozen vom 24.12.2001 eindeutig dafür aussprach, eine Gebetsstätte bzw. eine Moschee für Moslems in Bozen zu unterstützen. Wir brauchten keine Angst vor Moslems zu haben, außerdem sollten wir soziale Spannungen zu vermeiden suchen, betonte er. |
Wir bedauern, ...
| ... dass der neue Inspektor für den Religionsunterricht in den ladinischen Ortschaften keine Frau Inspektorin ist. Ohne die Person zu beurteilen, wäre es bei der derzeitigen Zusammensetzung der Lehrpersonen im Religionsunterricht an der Zeit, dass neben den bisherigen Inspektoren im deutschen und italienischen Bereich und dem Leiter des diözesanen Amtes für den Religionsunterricht eine Frau berufen würde. In den ladinischen Ortschaften sind zwei Drittel der Lehrpersonen Frauen, auf Südtirolebene sind es 73 %. Dazu ist der neue Inspektor noch ein Pfarrer, der mehrere Pfarreien zu betreuen hat. Von den 334 deutschen und ladinischen ReligionslehrerInnen sind 85 % Laien! |