Zitate aus dem Begleitbuch zum "Frauen-Herdenbrief"
"Wir streicheln die Kirche gegen den Strich und sie pfaucht.
PERSÖNLICHE KIRCHENGESCHICHTEN UND STELLUNGNAHMEN
- "Mein Sohn sagt zu mir: Nur deswegen haben sie so viel Macht, weil ihr sie ihnen gebt."
- "Die Kirche hat mir ein Zuhause gegeben und eine Vergangenheit" und Mütter und Schwestern im Glauben. Aber es ist sehr schwer auszuhalten, was die Herren der Hierarchie uns zumuten.
- "Ich bin dagegen, dass ein Gärtner hergeht und einen Apfelbaum in der Form einer Tanne beschneidet, mit einem Buch aus dem Jahre Schnee in der Hand, in dem steht, dass es immer schon so gewesen ist.
- "Es gibt einen Gott, der nicht nur meine Fehler sieht, sondern der will, dass ich glücklich werde.
- "Wie lange schaffe ich es wohl noch zu bleiben?
- "Es geht nicht darum, ob ich die Kirche noch brauche. Die Frage stellt sich umgekehrt: Braucht mich Gott noch in dieser Kirche?
- "Vielleicht werde ich es noch eine gewisse Zeit schaffen, in dieser ... bedrückenden Situation zu verharren. Ich werde aber meinen Kindern sicher keinen Stein in den Weg legen, wenn sie für sich einen anderen Weg wählen...
- "Wenn es der Kirche gelungen ist, die Sklaverei als böse zu erkennen und abzuschaffen, so gibt mir das Hoffnung, dass es auch gelingen wird, die Diskriminierung der Frauen in der Praxis zu vermeiden, so dass man im nächsten Jahrtausend nicht mehr als Mann geboren sein muss, um ernst genommen zu werden oder von Amts wegen priesterlich wirken zu dürfen.
FRAUENGRUPPEN - FRAUENARBEIT
- "Was bewegen Frauenbeauftragte und Frauenkommissionen in Strukturen, die nicht die ihren sind?"
- "Wem assistiere ich als Pastoralassistentin? Einem Pfarrer, und das nur aufgrund des Priestermangels? Oder assistieren wir alle nur dem einen Haupt der Kirche, Jesus Christus?"
- "Eine Lebensform wird in der Kirche nicht wahrgenommen, ist im kirchlichen Denken nicht existent: die der ungeweihten" Singles nämlich. Es ist eine ungeheure Normierung der Lebensformen auf Ehe und Mutterschaft hin.
- "Und ich leide; ich leide in dieser Kirche, die es uns Frauen so ungeheuer schwer macht. Obwohl ich mir in der Zwischenzeit einen offensichtlich noch zu dünnen Panzer zugelegt habe, um in dieser Kirche zu überleben, treffen mich manche Aussagen der Kirchenoberen mitten ins Herz."
- "Ich habe schon oft Kommunion ausgeteilt. Jedesmal ist dieses starke Gefühl von Gemeinschaft eben Communio da, jedes Mal berührt mich wieder das gläubige Vertrauen der Menschen, die da kommen, die Geste der sich öffnenden Hände..."
FORSCHUNG
- "Frauen waren und sind Trägerinnen der Glaubenspraxis."
- "Ziel der Bibelarbeit von Frauen ist die Erfahrung der Befreiung, von Heilwerden, von umfassender Versöhnung, von Schalom. Das Maß der Bibel ist die Befreiung aus politischer, sozialer Unterdrückung, aber auch aus innerer Unfreiheit."
- "Klage in der Liturgie meint nicht lamentieren, sondern benennt Unrecht als Unrecht, ist klar, oft vielleicht hart, sie kann weh tun, aber sie setzt auch Kraft und Leben frei. Die Klage bewahrt davor, Liturgie als harmlosen Schonraum zu missbrauchen."
- "Ist die Gemeinschaft der Gleichen (Gal 3,28) Leitbild für eine zukünftige Kirche, so müssen die Charismen aller Menschen, Frauen und Männer, gleich welcher sozialen Stellung, auch in allen Ämtern Ausdruck finden können."
FRAUEN SCHENKEN DER KIRCHE LEBEN "Frauen-Herdenbrief und Begleittexte,
384 Seiten, Lire 35.000,. Druck- und Verlagshaus Thaur, Krumerweg 9, A-6065 Thaur.
FRAUEN SCHENKEN DER KIRCHE LEBEN "Frauen-Herdenbrief (Broschüre), Lire 5.000.-
Bestellungen werden von der Initiativgruppe "Für eine lebendigere Kirche", Tschötsch 99, 39042 Brixen,
Telefon und Fax +39-0472-852530, E-Mail Initiativgruppe-KVB@dnet.it
entgegengenommen.