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17.3.2012 - Süddeutsche Zeitung
Ordinariat verweigert Dialog


Generalvikar Peter Beer sieht – im Gegensatz zu seiner Aussage „Es ist positiv, wenn sich viele engagieren“ vom 24. Februar – keine Veranlassung, einen „Kommunikationsstrang mit dieser Gruppe“ (gemeint ist „Wir sind Kirche“) zu beginnen. Ein Wesenszug einer Diktatur ist die Aussperrung kritischer Oppositioneller. „Wir sind Kirche“ ist jedoch nicht nur eine kritische Gruppierung, eine Bewegung innerhalb der katholischen Kirche, sondern theologisch betrachtet, das Wesen der Kirche auf den Punkt gebracht und gibt damit den zur Unmündigkeit degradierten Laien eine Stimme. Denn jeder Katholik ist gleichrangiges Kirchenmitglied. Und jeder hat das Recht auf Gedanken- und Meinungsfreiheit. In der Weigerung, dies anzuerkennen – und damit die eigene Machtposition zu gefährden – liegt der wahre Grund, warum das Ordinariat (hier wie anderswo) den Dialog mit „Wir sind Kirche“ verweigert. Antonius Rabung, München





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